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Dormagen
Weihbischof segnet Stein der Barmherzigkeit an der Piwipp

Dormagen: Weihbischof segnet Stein der Barmherzigkeit an der Piwipp
Weihbischof Dominikus Schwaderlapp segnet den Stein der Barmherzigkeit, der an der Piwipp zum Nachdenken und Innehalten einlädt. FOTO: A. Tinter
Dormagen. Mit einem Segen hat Weihbischof Dominikus Schwaderlapp gestern Nachmittag den "Stein der Barmherzigkeit" am Rheinufer am Haus Piwipp vor vielen Teilnehmern des Gottesdienstes, darunter Bundesminister Hermann Gröhe, eingeweiht. Dort wurde das 1,60 Meter hohe und eine Tonne schwere Beton-Kreuz aufgestellt. Die Stele, die zum Nachdenken anregen soll, trägt deutlich sichtbar die Kernaussagen zu den sieben leiblichen Werken der Barmherzigkeit: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen und Tote bestatten. "Eine große Aufgabe für uns alle", hatte Pfarrer Peter Stelten die Werke genannt. Von Carina Wernig

"Eine Stein-Segnung ist eine Premiere für mich", sagte Schwaderlapp, der betonte, dass dieser Stein gegen Gedächtnisverlust helfe und wie ein Kirchturm als Erinnerungszeichen diene: "Barmherzigkeit bedeutet auch, jemandem etwas zu schenken, auch wenn er keinen Anspruch darauf hat", forderte der Weihbischof auf. Die Stele soll "im besten Sinne an-stößig sein", sie ermahne den Betrachter, "sich nicht damit abzufinden, dass er selbst Sünde und Schuld auf sich geladen" habe, sondern weiter barmherzig zu sein. Der Stein sei ein deutliches Zeichen für Gottes Liebe: "Herr, lass alle, die an dem Stein vorbeigehen, in Deinem Schutz geborgen sein", schloss Schwaderlapp alle Menschen jeder Religion mit ein.

Darauf ging auch Bürgermeister Erik Lierenfeld ein, der sagte, dass Barmherzigkeit in allen großen Weltreligionen zu finden sei: "Dieser Stein verbindet Religionen und trennt sie nicht." Er bezeichnete den Stein als "Wegmarke, Wegbegleiter und Wegweiser" und erinnerte an die christliche Forderung, Fremde aufzunehmen, ihnen Gastfreundschaft zu erweisen: "Nächstenliebe ist wichtig." Auch Verzeihen und Erbarmen legte er allen ans Herz. Wie Pfarrgemeinderatsvorsitzender Adolf Thöne erklärte, hatten sich mehr als 500 Dormagener an der Aktion beteiligt, indem sie Gebete und Gedanken für eine "Zeitkapsel" beisteuerten, die im Innern der Stele versenkt wurde. Die Idee kam der "Spirit"-Gruppe im Jahr der Barmherzigkeit: Ansgar Beuten, Frank Bosch, Diakon Ronald Brings, Frieder Neher, Michael Preuss und Markus Wegener.

Quelle: NGZ
 
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