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Silke Fasse
"Weihnachtsmarkt soll größer werden"

Dormagen. Silke Fasse ist die Mit-Organisatorin des Dormagener Weihnachtsmarktes, der im dritten Jahr von der RTR Event GbR veranstaltet wird. Das Fazit fällt gut aus, wenn auch das Wetter alle Träume von Top-Besucherzahlen zerplatzen ließ.

Frau Fasse, hinter Ihnen und den Kollegen des Organisationsteams der RTR GbR liegen über drei Wochen Weihnachtsmarkt in Dormagen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Silke Fasse Wir sind so weit zufrieden.

Das könnte euphorischer klingen...

Fasse Es ist insgesamt schon wirklich gut gelaufen. Aber das Wetter hätte einfach besser sein können. Das war kein Vergleich zum Superjahr 2016. In diesem Jahr hatten wir viel Pech mit zu viel Regen und dann auch noch der Schnee-Einbruch am dritten Advents-Wochenende. Aber insgesamt haben wir uns mit dem Weihnachtsmarkt schon gemausert.

Das Wetter hat Besucher gekostet.

Fasse Auf jeden Fall. Die Händler wollen ja auch Umsatz machen. Sie haben nicht gemeckert, aber es hätte besser sein können. Dagegen war der Händler aus Ratingen, der Räucherfisch angeboten hat, sehr zufrieden, er war am Freitag ausverkauft.

Zurück zum Schnee-Chaos. Sie haben für Ihre Entscheidung, den Weihnachtsmarkt an jenem Sonntag Nachmittags vorzeitig zu schließen, Kritik einstecken müssen.

Fasse Stimmt. Aber wir stehen zu dieser Entscheidung. Für uns hat die Gesundheit der Besucher absolut Priorität, wir wollten kein Risiko eingehen. In dem Punkt stelle ich mich jeder Kritik. Im Nachhinein hat sich derjenige, der am heftigsten kritisierte, bei mir entschuldigt.

Was war gut, was kann besser werden?

Fasse Das Bühnenprogramm an insgesamt sechs Tagen war wirklich prima und ist bei den Besuchern gut angekommen. Es war auch für jeden Geschmack etwas dabei. Dabei ist es für uns nicht leicht, attraktive Musiker zu bekommen, weil unser Budget begrenzt ist. Dass es denen bei uns gefällt, beweist, dass die Gohrer Bands wie Mundgerecht, Bergpiraten oder der Spitzbub wiederkommen möchten. Auch Anja Steiner aus Worringen äußerte sich sehr positiv.

Sie haben sich auch lernfähig gezeigt: Die Kunststoff-Eisbahn, die im vergangenen Jahr ein Flop war, gab es nicht mehr.

Fasse Wir haben dafür alternativ eine überdachte Hüpfburg genommen, die auch sehr gut bei den Kindern angekommen ist. Das gilt vor allem auch für das Spielmobil am letzten Wochenende.

Acht vermietete Hütten, dazu sechs Verzehr-Hütten - ist das eine gute Größe für Dormagen?

Fasse Ich denke schon. Wobei wir schon noch Potenzial sehen, um den Markt ein wenig zu vergrößern. Aber dafür benötigen wir Händler...

...womit wir beim Punkt "besser werden" wären...

Fasse Wir werden uns zwar erst im Januar zur Manöverkritik zusammensetzen, aber es ist schon deutlich geworden, dass uns Kunsthandwerker fehlen.

Die wollen Umsatz machen.

Fasse Natürlich. Deshalb hätten wir gerne gleich mehrere von ihnen, denn ein solches Angebot lockt dann auch gleich mehr Besucher an, die hoffentlich für Umsatz sorgen. Bei ihnen würden wir es auch so machen, dass eine wochenweise Buchung einer Holzhütte möglich wäre und nicht über den gesamten Zeitraum hinweg.

Wie sieht es mit den Vereinen aus?

Fasse Die müssen sich für den gesamten Zeitraum verpflichten, die Hütte geöffnet zu halten. Nicht leicht, weil viele Vereinsmitglieder arbeiten müssen. Da sitzen dann meist Rentner.

Ihr Organisationskollege Heinz Reusrath zeigte sich mit der Position der Bühnen nicht zufrieden.

Fasse In der Tat, die müsste im nächsten Jahr präsenter sein, mehr im Mittelpunkt des Weinachtsmarktes stehen. Die Bühne, auf der unter der Woche kein Programm stattfindet, könnte in dieser Zeit festlich geschmückt werden.

Frau Fasse, was war ihr persönliches Highlight in den gut drei Wochen?

Fasse Auf jeden Fall die Musik und das Bühnenprogramm. Das an sechs Tagen von 14 bis 19 Uhr abwechslungsreich zu gestalten, das ist schon was.

2018 gibt es erneut einen Weihnachtsmarkt?

Fasse Ganz sicher. Die ersten Verhandlungen laufen schon.

DIE FRAGEN STELLTE KLAUS SCHUMILAS

Quelle: NGZ
 
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