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Eduard Breimann
Wie aus einem Detail die Idee für eine Novelle wird

Dormagen. Herr Breimann, am Donnerstag, 14. April, um 20 Uhr, lesen Sie in der City-Buchhandlung aus zwei Ihrer neuen Bücher. Geht es dabei vor allem um die Werke?

Eduard Breimann Natürlich auch, aber nicht nur. Ich möchte gern eine Veranstaltung anbieten, bei der es locker zugeht und ich die Hintergründe meines Schreibprozesses erkläre. Bewusst habe ich auch auf einen Eintrittspreis verzichtet. Ich möchte gerne eine der 14 Novellen aus "Todsicher" vorlesen und Passagen aus "Der Schicksalsfluss". Dazu möchte ich einiges erläutern, zu dem sollen die Besucher aber auch Fragen stellen können.

Welche Hintergründe des Schreibens meinen Sie?

Breimann Ich werde oft gefragt, wie ich auf die Ideen für meine Erzählungen und Novellen komme. Das möchte ich gern an Beispielen offenlegen: Meistens ist es nämlich mehr oder weniger Zufall. Da reicht schon eine Begegnung oder dass ich etwas lese, höre oder sehe, um eine Kurzgeschichte vor Augen zu haben. So hat mich das Thema Demenz sofort zu einer Novelle inspiriert.

Geht Ihnen das auch beim Schreiben Ihrer Romanen so, dass Sie alles von Anfang bis Ende vor Augen haben?

Breimann Romane sind aufwendiger und komplexer. Bei meinen Romanen machen meine Protagonisten während des Entstehungsprozesses oft - auch für mich - erstaunliche Wandlungen durch. Da kann es durchaus sein, dass eine Figur, die ich zunächst sehr sympathisch angelegt hatte, im Laufe des Schreibens doch eher unsympathisch wird, weil sich meine Sicht auf sie während des Schreibens geändert hat. Dann wird der Beginn noch einmal überarbeitet. In der Regel gehe ich meine Bücher vier Mal durch, bevor sie veröffentlicht werden. Das Schreiben ist für mich eine fortlaufende Überarbeitung der Idee.

Die 14 Novellen von "Totsicher" handeln alle vom Tod. Sind das nicht zu traurige Geschichten?

Breimann Sie sind nicht alle unbedingt traurig, manches Mal ist der Tod eine Erlösung oder eine Historie aus der Vergangenheit. Da finde ich es faszinierend, wie sich die erfundenen Ereignisse voneinander abheben und doch die Gemeinsamkeit des Todes haben.

CARINA WERNIG FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: NGZ
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