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Dormagen
Wie Urlaubsreisen mit Kindern gelingen

Dormagen: Wie Urlaubsreisen mit Kindern gelingen
Familie Diz Freire unterwegs: gut gelaunt und interessiert am "Abenteuerspielplatz Erde", wie Nadine Diz Freire den Planeten mit Blick auf die jungen Mitreisenden gerne beschreibt. FOTO: Planethibbel.com
Dormagen. Die Nievenheimerin Nadine Diz Freire ist Mutter von zwei kleinen Jungen. Mit der kompletten Familie ist sie in der Welt unterwegs und beschreibt in ihrem gut besuchten Reiseblog im Internet stressfreies Reisen mit dem Nachwuchs. Von Franziska Gräfe

Urlaub mit Nachwuchs: Da denkt man spontan an Mobilheime am Nordseestrand, bayrische Bauernhöfe oder All Inclusive im kindgerechten Clubhotel. Nadine Diz Freire aber erzählt vom Städtetrip nach Lissabon, von Dubai, einer Norwegen-Rundreise und abenteuerlichen Tagen in Marokko. Die Nievenheimerin entdeckt mit Ehemann und den vier und neun Jahre alten Söhnen die Welt und sagt: "Reisen geht auch wunderbar mit Kindern, denn unsere schöne Erde ist ein grandioser Abenteuerspielplatz."

Spannend wird das Ganze, weil Nadine per Internet-Tagebuch - nichts anderes bedeutet der zu Blog verkürzte Begriff "weblog" - die Welt an ihren Trips teilhaben lässt. Planet Hibbel heißt ihr Blog, "denn ich bin hibbelig, kann also nicht stillsitzen", lacht die gelernte Kauffrau, die ihr Alter mit "40something" angibt. Gerade erst hat Familie Hibbel ihrer Reise-Weltkarte zwei weitere Fähnchen hinzugefügt: US-Ostküste und Kanada hießen die Ziele in diesem Sommer. Es war schön - und anstrengend. "Die Leute denken, ich bin an coolen Orten und hab dann frei, aber den Blog zu betreiben, das ist wirklich viel Arbeit", sagt Diz Freire und rückt das Klischee der Dauer-Urlauberin gerade. Denn wo andere sich einfach nur treiben lassen, notiert und fotografiert die Bloggerin und teilt die Eindrücke noch vom Urlaubsort aus mit ihrer Community. "Wir hetzen manchmal von einem Event und Restaurant zum nächsten und haben dann richtig Stress", sagt sie mit einem Lachen.

Reisen war immer ihre Leidenschaft, sie wollte diese Freiheit auch nach der Geburt der beiden Kinder nicht gänzlich aufgeben: "Man muss schon sehen, dass man sein Leben nicht ganz aus den Augen verliert." Nadines Söhne wurden also quasi mit dem Rucksack auf dem Rücken geboren. Ihre Elternzeit für den Jüngsten verbrachten die Hibbels teilweise in Thailand und schwärmen heute: "Wir hatten dort die Zeit unseres Lebens". Sein Wunsch-Reiseziel hat der heute Fünfjährige seiner Mutter kürzlich mitgeteilt: Er möchte mal nach Indien.

Grundsätzlich gebe es in jedem Land, an jedem Ort auch Möglichkeiten, mit Kindern etwas zu erleben, meint Nadine. Sie zieht nur dort eine Grenze, wo es gefährlich werden könnte: "Ich würde nie mit meinen Kindern durch den Kongo trampen oder so etwas". 40.000 Besucher im Monat lesen ihre Reiseberichte auf Planet Hibbel. Eine sehr beachtliche Zahl, denn damit liegt der vor fünf Jahren gegründete Blog auf Platz drei der beliebtesten Familienreiseblogs in Deutschland. Mittlerweile reisen die Hibbels sogar hin und wieder auf Einladung von Fluglinien, Tourismus-Büros oder Hotels in der Weltgeschichte herum. "Dass das so populär wird, hätte ich nie gedacht", sagt Nadine.

Zum Broterwerb taugt das Bloggen indes nicht. Die Hibbel-Eltern gehen geregelten Beschäftigungen nach. Lebensmittelpunkt der Familie ist seit drei Jahren ein kleiner Bauernhof in Nievenheim. Auch dort hat Nadine Stoff für ihren Blog gefunden: nachzulesen im Kapitel "Von einer, die auszog, auf'm Land zu leben" auf "http://www.planethibbel.com" .

Quelle: NGZ
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