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Interview
Willmann will in den Landtag

Interview: Willmann will in den Landtag
Gymnasiallehrer und Ex-Polizist Michael Willmann (CDU) will das 2012 an Rainer Thiel (SPD) gegangene Mandat für die Union zurückholen. FOTO: L.Berns
Dormagen. CDU-Chef Michael Willmann sieht "eine gute Außenseiterchance", im Juni CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2017 zu werden. Für 2020 strebt er die Bürgermeisterkandidatur an.

Warum wollen Sie in den Landtag?

Michael Willmann Es ist eine hochinteressante Aufgabe und eine politische Herausforderung für mich.

Warum halten Sie sich für geeignet?

Willmann Schul- und Sicherheitspolitik sind zwei Themen, in denen ich allein schon aus beruflicher Praxiserfahrung sattelfest bin. Die Probleme bei der Sekundarschule sind überall die gleichen: Man muss überlegen, ob das von den Eltern gewollt ist.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, von 20 Christdemokraten aus Dormagen, 20 aus Grevenbroich und sechs aus Rommerskirchen tatsächlich nominiert zu werden?

Willmann Das kann man im Vorfeld schlecht abschätzen. Ich habe nichts zu verlieren. Wenn ich nur eine Stimme mehr habe als eigene Delegierte, ist es ein Erfolg, jede Stimme mehr ein Riesenerfolg. Ich sehe durchaus eine gute Außenseiterchance. Ich rechne jedenfalls mit zwei Wahlgängen. Komme ich in den zweiten, dann gewinne ich auch.

Wie sieht Ihre Vorbereitung aus?

Willmann. Wir bestimmen am 11. Mai in Rommerskirchen unsere Delegierten. Am 14. Juni werden alle CDU-Mitglieder aus Rommerskirchen, Grevenbroich und Dormagen wahrscheinlich nach Anstel geladen. Dort werden sich die drei Bewerber vorstellen. Am 23. Juni findet die Delegiertenversammlung auf dem Eckumer Hermeshof statt, wo der Kandidat nominiert wird.

Wo sehen Sie bei diesem "Heimspiel" Ihre Unterstützer in den beiden Stadtverbänden?

Willmann Wichtig ist, dass meine Partei in Rommerskirchen hinter mir steht. Das ist zu 100, wenn nicht zu 110 Prozent der Fall.

Die hat aber noch nie einen Landtagskandidaten gestellt...

Willmann Wir fragen uns natürlich, warum kleine Verbände nie die Chance bekommen, einen Kandidaten zu stellen. Das ist nicht fair. Ungeachtet der Parteizugehörigkeit wäre es für Rommerskirchen ein großer Vorteil, wenn ein Landtagsabgeordneter aus der Gemeinde käme.

Wie ist das Verhältnis zu Ihren Mitbewerbern André Heryschek und Heike Troles?

Willmann Wir haben natürlich Gespräche geführt. Egal wer es wird, die anderen beiden werden ihn unterstützen. Das war für uns alle klar. Wir sind alle drei sportaffin. Da geht man fair miteinander um. Die beiden Stadtverbände wissen, dass wir das Zünglein an der Waage sind.

Was sagen Sie zu der zwischen Grevenbroich und Dormagen geführten Diskussion um Absprachen?

Willmann Mit Rommerskirchen hat noch nie jemand Absprachen getroffen.

Wie würden Sie im Fall einer Nominierung zum CDU-Landtagskandidaten Ihren Wahlkampf führen?

Willmann Ich komme aus Rosellerheide, habe in Elfgen und in Neukirchen gewohnt. Ich bin auch in Dormagen gut vernetzt. Der Bekanntheitsgrad ist für mich sehr wichtig. Hätte ich bei der Wahl 2014 mehr Zeit gehabt, hätte ich sicher besser abgeschnitten.

Sie haben auch die Bürgermeisterwahl 2020 im Blick?

Willmann Heute ist das auf jeden Fall ein Ziel. Sonst hätte ich gar nicht weitergemacht. Priorität hat für mich jetzt die mögliche Landtagskandidatur.

Welche Lehren ziehen Sie aus dem Wahlkampf 2014?

Willmann Ich würde Vieles anders machen. Ich werde mehrere Leute an meiner Seite haben, so dass ich noch mehr Unterstützung im Bereich Homepage, Facebook, Gestaltung und Organisation habe. Auch würde ich mich zeitlich mehr in den Wahlkampf einbringen als 2014.

DAS GESPRÄCH MIT MICHAEL WILLMANN FÜHRTEN CARINA WERNIG UND SEBASTIAN MEURER.

Quelle: NGZ
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