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Dormagen
Wirtschaft: Politik stimmt neuer GmbH-Struktur zu

Dormagen. Am Grundsatzbeschluss ist kaum zu zweifeln, auch wenn die Grünen skeptisch sind. Es geht nur noch um Detailfragen. Von Klaus D. Schumilas

Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass die (noch) städtische Wirtschaftsförderung schon zum Jahreswechsel völlig neu aufgestellt wird. Die Unternehmensberatung experconsult (Dortmund) hat als Ergebnis ihrer umfassenden Untersuchung vorgeschlagen, den bislang städtischen Fachbereich in eine GmbH zu überführen und gleich das Stadtmarketing dort mit anzusiedeln, das noch bei der Stadt-Tochter SVGD angedockt ist. Dieses Vorgehen findet in der Politik breiten Konsens. Beste Voraussetzungen also für eine rasche Umsetzung. "Ja, das geht in unsere Richtung", sagt der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Kai Weber. Von einer "überzeugenden Arbeit" der Unternehmensberatung und einer "fundierten Entscheidungsbasis" spricht sein SPD-Kollege Bernhard Schmitt. Künftig soll es einen Geschäftsführer geben, der vier Bereiche leitet: Gewerbeimmobilien und -flächen, Unternehmensservice, Fachkräfte, Stadtmarketing. Skeptisch äußern sich die Grünen: "Mit einer GmbH geben wir viel Einfluss ab. Als Politik sollen wir uns nicht aus der Entscheidungshoheit herausnehmen. Wohler wäre mir mit einer anderen Lösung", sagt Tim Wallraff.

Spannender als die Grundsatzentscheidung, die am 14. Juni im Hauptschuss und abschließend im Rat fallen soll, sind die Detailfragen: Leitung, Kontrolle, Start. Torsten Günzel (FDP) plädiert für einen "Neustart" mit einer "frischen Kraft". Die GmbH sieht er als "eigenständige Einheit, die "agil, kreativ und mit vielen Freiheiten am Markt arbeiten soll". Einen Geschäftsführer "eher aus der Privatwirtschaft mit Verwaltungswissen" wünscht sich Bernhard Schmitt, der somit auch den personellen Neuanfang fordert. Diskutabel sei die Form der Kontrolle. Für Zentrums-Politiker Hans-Joachim Woitzik ist klar: "An die Spitze der GmbH gehört jemand aus der Wirtschaft." Zu diskutieren sind für ihn die Personalkosten, die im Gutachten mit 658.000 bis 671.000 Euro angegeben werden.

Quelle: NGZ
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