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Dormagen
Wirtschaftsförderung sucht neue Struktur

Dormagen: Wirtschaftsförderung sucht neue Struktur
Dormagen. Ein Gutachter aus Dortmund arbeitet zurzeit an einer Lösung, wie die Neuausrichtung der städtischen Wirtschaftsförderung künftig aussehen kann. Ob es auch einen Citymanager geben wird, daran hegt die "CiDo" Zweifel. Von Klaus D. Schumilas

Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen waren in den vergangenen Tagen und Wochen begehrte und wichtige Gesprächspartner. Mitarbeiter des Beratungsdienstleisters Expert Consult aus Dortmund sprechen zurzeit mit allen wichtigen Entscheidern rund um die Themen Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Denn genau diese Bereiche sollen neu strukturiert werden. In welche Richtung - darüber gehen die Meinungen zwischen der Rathausspitze mit Bürgermeister Erik Lierenfeld, SPD und CDU noch auseinander. Unklar ist, wann es eine Entscheidung geben kann. Ziel ist eine Professionalisierung beider Bereiche.

Die CDU macht Druck, ihr Fraktionsvorsitzender André Heryschek stellt indirekt ein Ultimatum: "Bis zum 31. März müssen das Verfahren klar und alle relevanten Fragen geklärt sein, wie beispielsweise, welche Organisationsform die richtige ist, welche strategische Ausrichtung die neue Wirtschaftsförderung haben soll oder wie die finanzielle Ausstattung aussieht." In CDU-Reihen ist man verärgert darüber, dass sich der Neustrukturierungs-Prozess so lange hinzieht. "Da hat die Verwaltung in den vergangenen Monaten Zeit vertrödelt." Optimistischer äußert sich Bernhard Schmitt, Fraktionsvorsitzender der SPD. Er ist davon überzeugt, "dass wir Ende des Monats vom Gutachter eine Auswertung der bisherigen Untersuchung erhalten und schon bald zu einer gut vorbereiteten Entscheidung kommen können."

Einvernehmen herrscht allerseits über die Notwendigkeit einer neuen Struktur für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Den Ansatz der CDU einer Ausgliederung beider Bereiche in eine GmbH teilen Bürgermeister und SPD nicht. Schmitt kritisiert: "Es gibt Politiker, die sind schon entschieden, obwohl sie das Ergebnis des Gutachters nicht kennen." Am 26. November wird der eigens dafür eingesetzte politische Beirat mit Vertretern aus dem Stadtrat zur ersten Sitzung zusammenkommen. "Daraus wird sich eine Menge ergeben", sagt Stadtsprecher Swen Möser. Er rechnet nicht damit, dass das Gutachten dann vorliegt.

Erwartet werden klare Hinweise darauf, welche Struktur künftig die richtige sein wird. Denn heute gibt es eine Reihe von Akteuren, die zum Teil überschneidende Themenfelder bearbeiten. Skeptisch äußert sich Michaela Jonas, Vorsitzende der City-Offensive CiDo, zur Einrichtung eines Citymanagers. "Ich bin nicht überzeugt, dass er kommt." Bis heute gibt es keinen Kooperationsvertrag. Jonas: "Bei einzelnen Projekten können CiDo und die SVGD zusammenarbeiten, ohne einen solchen Vertrag. Wir beteiligen uns an Veranstaltungen, wie es den Mitgliedern möglich ist." Ein Citymanager ist für die CDU "nicht vom Tisch", sagt Heryschek. "Wenn er der City nützt und finanziell darstellbar ist und es Vernetzungen mit anderen Interessensgruppen gibt - dann können wir über alles reden."

Quelle: NGZ
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