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Dormagen
Woitzik und Meyer bedauern Rücktritt von Heryschek

Dormagen. Die Fraktionsvorsitzenden des bisherigen "bürgerlichen Bündnisses" bedauern den Rücktritt ihres CDU-Amtskollegen André Heryschek. Wie Hans-Joachim Woitzik (Zentrum) auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, habe Heryschek das "nicht verdient, wie seine Fraktion mit ihm umgegangen ist. Mir tut es persönlich sehr leid". Woitzik habe den CDU-Fraktionschef als "angenehmen und vertrauensvollen Partner empfunden, dem ich Respekt entgegen gebracht habe - seine CDU anscheinend nicht". Aber das müssten die Christdemokraten selbst klären. An seiner politischen Arbeit werde der Bruch des Bündnisses nichts ändern, so der Zentrums-Fraktionschef: "Als Einzelkämpfer ist das immer schwieriger, aber der Bürgermeister und das andere Lager kommen als Partner für uns nicht in Frage."

Auch Karlheinz Meyer, FDP-Fraktionsvorsitzender, findet Heryscheks Rücktritt "sehr bedauerlich". Die FDP habe gern mit ihm zusammengearbeitet und das auch nach dem von ihr im Rat herbeigeführten Ende des Bündnisses fortgeführt: "Dadurch haben sich ja nicht alle Standpunkte verschoben." Meyer möchte, dass die FDP nun ihr eigenes Profil deutlicher herausstellt. Gespräche mit der CDU werde es aber weiter geben: "Wir warten ab, wie es bei der CDU weitergeht."

Auf die neue Fraktionsführung der CDU ist auch die SPD gespannt, für die Fraktionschef Bernhard Schmitt den Rücktritt nicht bewerten möchte, nur so viel: "Der im Rat offensichtlich gewordene Vertrauensverlust in der CDU-Fraktion, der zum nachvollziehbaren Schritt von Heryschek geführt hat, hat mich überrascht." Die Beantragung der geheimen Abstimmung sei nicht während der Ratssitzung erfolgt: "Das habe ich vorher mit einigen SPD-Kollegen so besprochen."

(cw-)
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