| 17.00 Uhr

Dormagen
Wurde junge Frau auf Party mit K.-o.-Tropfen betäubt?

Dormagen. Bei der Sommer-Party im "SSV-Treff" sind einer jungen Frau offenbar K.-o.-Tropfen verabreicht worden. Sie hat während der Veranstaltung das Bewusstsein verloren und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Am Rande der ansonsten friedlich-fröhlichen Veranstaltung mit Gaststar Mia-Julia kam es darüber hinaus zu einem Polizeieinsatz, weil sich zwei Gäste nicht an das vom Veranstalter ausgesprochene Platzverbot gehalten hatten. Polizeisprecherin Daniela Dässel bestätigte auf Anfrage, dass am Montag bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden sei. Weitere Details gab es nicht, weil noch Zeugen gehört werden müssten, so die Sprecherin. Den Vorfall unmittelbar mitbekommen hat Christian Boldt, der zusammen mit seiner Ehefrau Bianca den SSV-Treff leitet und zum zweiten Mal eine solche Party am Sportplatz veranstaltet hatte. "Meine Frau hat sich sofort um die junge Frau gekümmert, als sie gesehen hat, dass sie zusammengebrochen war", erzählt Boldt.

Was zunächst als Folge von zu viel Alkohol ausgesehen wurde, stellte sich dann für die Beteiligte als schwerwiegender heraus: "Die Frau erbrach und wurde immer wieder ohnmächtig", so Boldt, "meine Frau versuchte sie wach zu halten. Dann haben wir sofort den Rettungswagen angerufen." Die junge Frau hatte am nächsten Tag keinerlei Erinnerung mehr an den Abend. Wer ihr was verabreicht hatte, ist unklar. An K.-o.-Tropfen glaubt Boldt nicht, "ich denke, ihr sind eher Drogen gegeben worden." Auf Facebook postete das bestürzte Ehepaar: "Wir werden diesen Vorfall nicht dulden und finden, dass es eine große Schweinerei ist, auf einer Veranstaltung, unseren Gästen so etwas Widerwärtiges zu verabreichen. Wir warten noch auf die Ergebnisse des Krankenhauses und werden Anzeige gegen Unbekannt stellen."

Gegen 1.45 Uhr waren drei Polizeiwagen im Einsatz, um gegen zwei Männer (21, 22) den Platzverweis durchzusetzen, den Boldt vorher aufgrund eines Handgemenge ausgesprochen hatte.

(schum)
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