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Dormagen
Zonser Stelenpfad mit griechischem Chor eröffnet

Dormagen: Zonser Stelenpfad mit griechischem Chor eröffnet
Stelenpfad-Eröffnung am Zonser Wallgraben mit griechischen Sängern, Stelen-Team, Schirmherr Erik Lierenfeld und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. FOTO: Ati
Dormagen. Kontakte geknüpft: 52 Gäste wurden fünf Tage von den Kultur- und Heimatfreunden der Stadt Zons begleitet. Von Carina Wernig

Die Texte von deutschen und griechischen Künstlern und Politikern auf den zwölf Stelen am Zonser Wallgraben sollen zum Innehalten und Nachdenken animieren. Bereits zum siebten Mal haben die Kultur- und Heimatfreunde der Stadt Zons unter der Vorsitzenden Angelika Dappen eine solche internationale Verbindung hergestellt. An der Eröffnung durch den Schirmherren, Bürgermeister Erik Lierenfeld, nahmen auch 52 Sängerinnen und Sänger eines Chors aus Dimos Volvis teil, die fünf Tage lang von Vereinsmitgliedern begleitet worden waren. Mit Liedern wie "Ein Schiff wird kommen", bei dem sie auch eine Strophe auf Deutsch sangen, bedankten sich die Gäste für die "große Gastfreundschaft und Unterstützung", wie Chorleiterin Maria Koubaglis erklärte.

Unter der Leitung von Rolf Gleich hat das Stelen-Team wieder passende Worte ausgewählt, die mit Unterstützung von Stratos Dining auf die Stelen gebracht wurden. "Wir wurden vor 17 Jahren in Zons sehr gut aufgenommen, wir freuen uns, jetzt etwas zurückzugeben", betonte Chrysostomos Stratos bei der Feier in der Pfarrscheune Zons.

Wie Wolfgang Heinrichs den 120 Gästen erläuterte, sollen die Texte deutsch-griechische Verbindungen herausstellen: "Wir haben vieles gemeinsam in Kunst, Sprache, Musik, Politik und Ethik." So kommen der Philosoph Sokrates ("Verwunderung und Staunen sind der Anfang der Philosophie und damit der Beginn der Kultur"), Bundespräsident Theodor Heuss ("Politik kann nie Kultur, Kultur aber wohl Politik bestimmen") und Philosoph Aristoteles ("Staaten blühen nur, wenn Kunst und Philosophie herrschen") zu Wort. Kreisarchivar Stephen Schröder ordnete die Beziehungen beider Länder historisch ein, bei der das alte Griechenland als die "Wiege der Demokratie" bekannt sei, das moderne Griechenland eher eine untergeordnete Rolle spiele, obwohl sich nach dem Zweiten Weltkrieg "Griechenland auf verschiedenen Ebenen entgegenkommend gegenüber der jungen Bundesrepublik" gezeigt habe, und Gastarbeiter der 1960-er Jahre oft integriert seien.

Bürgermeister Lierenfeld betonte in seiner Ansprache, bei der er sich bei den Zonsern bedankte: "Die Verbindungen gehen immer von den Menschen aus, die sie knüpfen." Er lobte die tolle Idee, die Karl Kress 2011 aus Lüdinghausen importiert habe, die Nachahmer und großen Zuspruch der Besucher finde: "Der Stelenpfand passt hervorragend in unser Konzept des ,sanften Tourismus', wie wir ihn uns für Zons vorstellen." Das Motto "Kultur verbindet" sei gut gewählt: "Ich wünsche mir, dass wir uns in politisch bewegten Zeiten, in Deutschland wie in Europa, wieder mehr auf das besinnen, was uns eint." Landrat Hans-Jürgen Petrauschke erinnerte an die Errungenschaften von Europa.

Quelle: NGZ
 
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