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Dormagen
Zu wenig Fahrrad-Stellplätze in der City

Dormagen: Zu wenig Fahrrad-Stellplätze in der City
Die Abstellplätze am Eingang der Rathaus-Galerie an der Römerstraße sind sehr gut frequentiert und vor allem an Markttagen voll belegt. FOTO: G. Salzburg
Dormagen. Im Umfeld von Rathaus-Galerie, Ring-Kaufhaus und Historischem Rathaus gibt es Bedarf für weitere Abstellanlagen. Allein der Raum dafür ist nicht vorhanden. Schon 2013 hatte die SPD mehr Stellplätze für Räder in der City gefordert. Von Klaus D. Schumilas

Die Stadt schmückt sich mit dem Titel "fahrradfreundliche Kommune". Doch damit ist nicht alles perfekt für die Radler. Zum Beispiel, wenn es darum geht, in der Dormagener Innenstadt das Zweirad abzustellen, fehlt es häufiger an einem geeigneten Platz. Jedenfalls nach Meinung der Piraten/Linke, die auf entsprechende Wünsche aus der Bürgerschaft verweisen und zusätzliche Fahrradständer vor allem im Bereich der Fußgängerzone fordern. Das ist eine alte Forderung der SPD aus dem Jahr 2013. Die Sozialdemokraten wollten damals sogar ein Fahrradstellplatz-Konzept und Fahrrad-Boxen, in denen man sein (teures) Rad sicher abstellen kann. Letztlich gibt es in den stark frequentierten Bereichen in der City nicht genügend Raum für Stellplätze. "Das Thema ist ausgereizt", sagt Fahrradbeauftragter Peter Tümmers.

Die Stadt räumt in einer aktuellen Stellungnahme eine "teilweise Überlastung" ein. Besonders betroffen bzw. nachgefragt sind die Abstellanlagen rund um die Rathaus-Galerie sowie im Bereich des Rathauses und Historischen Rathauses. Grundsätzlich habe sich aber an der Situation in der Innenstadt nichts geändert im Vergleich zu einer Erhebung von 2013. Damals wurde an einem Werktagvormittag zwischen 11 und 12 Uhr die Auslastung festgestellt. Von den damals gezählten 280 festen Abstellplätzen - deren Zahl heute noch aktuell ist - in denen Radler ihren Drahtesel mit dem Vorderrad parken können, waren 48 Prozent besetzt. 45 weitere Räder waren "wild" abgestellt. Dort, wo die Besucher-Frequenz besonders hoch lag - Rathaus-Galerie und Ring-Kaufhaus - lag der Auslastungsgrad bei über 90 Prozent und deutlich über 100 Prozent, wenn man die wild abgestellten Räder mit hinzurechnet. Fazit der Verwaltung von vor dreieinhalb Jahren: "Die Kapazitäten der Fahrradabstellanlagen sind zwar grundsätzlich ausreichend, trotzdem besteht an einigen stark frequentierten Punkten noch Ausweitungsbedarf." Das sei allerdings schwierig, sagt Tümmers heute, weil durch Wochenmärkte und Außengastronomie nur wenig Raum für neue Plätze vorhanden ist. "Es gab sogar Anträge von Gastronomen, die Stellplätze zu reduzieren. Aber dagegen habe ich mich erfolgreich gewehrt."

Der SPD ist daran gelegen, dass der Beschluss des Stadtrates von 2013 zu ihrem Antrag auch eingehalten wird. Heißt: Dort, wo möglich, das Angebot an Abstellanlagen ausweiten und eine Mobilität zwischen Bahnhof und Innenstadt über einen Fahrradverleih erreichen. "An diesem Thema bleiben wir dran und wollen wissen, was sich getan hat", verspricht SPD-Fraktionschef Bernhard Schmitt. Laut Tümmers gebe es zwar in der Radstation am Bahnhof eine größere Zahl an Leihfahrrädern, "aber das ist eher ein touristisches Projekt. Wer mit der Bahn in Dormagen ankommt, kann mit seinem Ticket per Bus weiterfahren". Eine Rückgabe des Leihfahrrads am Nachmittag ist wegen der eingeschränkten Öffnungszeiten der Radstation nicht möglich.

Quelle: NGZ
 
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