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Dormagen
Zwei Nievenheimer Judoka gehen 162 Kilometer in vier Tagen

Dormagen. Frank Beyersdorf und seine Tochter Leonie vom VdS Nievenheim marschierten trotz Hitze beim Nimwegener "4Daagse" mit. Von Carina Wernig

Es war eine Hitzeschlacht, die dennoch Lust auf mehr gemacht hat. Und so schreibt Frank Beyersdorf gestern auf Facebook: "Die 100. 4Daagse sind vorbei. 162 Kilometer waren es in den vier Tagen insgesamt. Wir sind ziemlich platt, aber wir haben es gut geschafft. Wie sagt der Kölner: War jut! Nächstes Jahr wieder." Der Vorsitzende der 140 Mitglieder starken Judoabteilung des Vereins der Sportfreunde (VdS) Nievenheim hat zum zehnten Mal am Marsch rund um Nimwegen in den Niederlanden teilgenommen. Seine Tochter Leonie (14), eine erfolgreiche Judokämpferin, bereits zum dritten Mal.

"Es ist trotz aller Strapazen eine tolle Erfahrung, mit so vielen anderen Teilnehmern unterwegs zu sein", berichtet Frank Beyersdorf (51) aus den Niederlanden. Waren es früher sogar 200 Kilometer, die er in den vier Tagen zurückgelegt hat, reichen ihm jetzt die 162-er Strecken. "Auf den 40,5 Kilometern am Tag erleben wir genug", sagt er über die weltweit größte Marschbewegung, die nun zum 100. Mal rund um Nimwegen stattgefunden hat. Auf den letzten Metern bis zum Ziel werden den Teilnehmern - knapp 50.000 - Blumen gereicht, bejubelt werden sie auch. "Das ist wunderbar, wenn man die Strecke geschafft hat und dann genießen kann", erklärt der 51-Jährige. Eine Zeitvorgabe für die 40,5 Kilometer pro Tag gibt es nicht, allerdings müssen die Teilnehmer bis 17 Uhr im Ziel sein. Daher ist der Start schon vor dem Sonnenaufgang um 5 Uhr. Gegen die Hitze vor allem an den ersten zwei Tagen wurde unterwegs viel getrunken. "Da trinkst Du sieben Liter Wasser am Tag und hast trotzdem das Gefühl auszutrocknen", berichtet Beyersdorf und lobt die gute Organisation und Betreuung.

Bei der Hitze 162 Kilometer freiwillig zurücklegen? Wenn er auf den Grund angesprochen wird, antwortet Frank Beyersdorf lachend: "Die Frage ist nicht, ob wir bekloppt sind, sondern eher, ob wir bekloppt genug sind - Ja!" Auch wenn die Füße "platt" sind, überwiegen die "tollen Erlebnisse, die Gastfreundlichkeit der Niederländer, die vielen Gespräche mit Gleichgesinnten." Nächstes Jahr auf ein Neues!

Quelle: NGZ
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