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Dormagen
Zweites Königsjahr für Manfred II.

Dormagen. In Horrem feiert die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft ein friedliches Fest. Von Carina Wernig

Mit der Krönung auf der Horremer "Domplatte" begann am Freitag das 97. Horremer Schützen- und Heimatfest, das fröhlich und friedlich gefeiert wurde. Brudermeister Manfred Klein krönte mit Manfred II. Hoffmann und Sabine Paul ein Königspaar, das bereits vor acht Jahren regiert hatte. Ihren Vorgängern, Königin Sabine Janning und ihrem Prinzgemahl Thorsten, dankte Klein für ihr "fantastisches Königsjahr". Präses Pfarrer Peter Stelten gratulierte den "Wiederholungstätern" König Manfred II. und Königin Sabine und sagte: "Schützen beziehen alle Menschen, die hier leben ein und helfen mit, dass sie sich heimisch fühlen." Ein wieder einmal grandioses Feuerwerk krönte den ersten Festabend. "Horrem ist familiär und Heimat für viele", beschreibt der Brudermeister die Herzlichkeit in Horrem.

Unter dem Kommando von Oberst Jürgen Klein absolvierte das Regiment trotz der Hitze tadellose Umzüge, wofür sich der Regimentschef bedankte. Auch das Totengedenken am Ehrenmal auf dem Dorfanger mit dem Großen Zapfenstreich von Tambourcorps Germania Horrem und Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Dormagen war ein Fest-Höhepunkt. Wie Manfred Klein ausführte, müssten Frieden, Freiheit und Demokratie neu verteidigt werden: "Wir haben es selbst in der Hand, uns für Freiheit und Menschenwürde einzusetzen."

Gestern wurden beim Festkommers im Zelt einige Jubilare geehrt und weitere verdiente Schützen ausgezeichnet. Karl-Heinz Aigner, der 41 Jahre in der Schießleitung war, wurde unter großem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Bürgermeister Erik Lierenfeld, der beim Pokalfinale in Berlin seinem BVB zugejubelt hatte und gestern als Mitglied des Gästezugs "Treu Horrem" wieder dabei war, sprach von einem "gelungenen Fest".

Mit drei gezielten Schlägen hatte Schirmherr Jobst Wierich, Leiter Politik und Bürgerdialog des Chemparks, den Fassanstich am Samstag vollzogen. Er betonte, dass Horrem für das Bayerwerk, das jetzt seinen 100. Geburtstag feiere, etwas Besonderes sei: "Hier zogen hunderte Menschen aus dem Ruhrgebiet hin, um bei Bayer zu arbeiten. Engagierte Horremer haben ihren Stadtteil weiterentwickelt", so Wierich, der auch gestern die Integrationskraft der Schützen lobte. Gästekönigin wurde Susanne Klein, die Frau des Brudermeisters, der sich "plötzlich in der Rolle eines Prinzgemahls" sah, wie er lachend erklärte. Für das Königsvogelschießen heute ab 15 Uhr soll es zwei Kandidaten geben.

Quelle: NGZ
 
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