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Düsseldorf
1200 freie Ausbildungsplätze im Handwerk

Düsseldorf. Auch in den kaufmännischen Berufen können Jugendliche aktuell noch gut eine Lehrstelle finden. Von Beate Werthschulte

Bei der Handwerkskammer finden Jugendliche, die nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung beginnen möchten, derzeit noch in sämtlichen Branchengruppen freie Plätze: vom Elektroniker über den Anlagemechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bis hin zum Friseur, Maler oder Dachdecker. Rund 1200 freie Ausbildungsplätze sind es im Kammerbezirk, zu dem neben dem Großraum Düsseldorf etwa auch der linke Niederrhein und die Region Ruhr West gehören. "Das sind rund 200 Plätze mehr als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt", so Sprecher Alexander Konrad. Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, findet über die Online-Lehrstellenbörse der Handwerkskammer eine Übersicht der freien Plätze, denn dort können Betriebe ihre Angebote eintragen und besetzte Stellen melden. Darüber hinaus berät die Kammer zu den Ausbildungsberufen im Handwerk und stellt bei Bedarf den Kontakt zu Ausbildern her. Zwar habe das erste Ausbildungsjahr bereits am 1. August begonnen, sagt Konrad, aber es sei möglich, später noch einzusteigen. Derzeit herrsche noch eine lebhafte "Last-Minute-Aktivität".

Ähnlich positiv sieht es für angehende Auszubildende bei den kaufmännischen Berufen aus. Statistisch, so Norbert Woehlke, stellvertretender Geschäftsführer der Abteilung Berufsbildung/Prüfungen der Industrie- und Handelskammer (IHK), kommen auf 100 Ausbildungssuchende 124 freie Plätze. Wie bei der Handwerkskammer gibt es auch bei der IHK eine Lehrstellenbörse. Jugendliche können freie Ausbildungsplätze recherchieren und sich über das ausbildende Unternehmen und den Beruf informieren. Es gibt auch hier noch ein breites Angebot freier Plätze, beispielsweise im Handel. Hier rät Woehlke jungen Leuten, die sich für eine Ausbildung zum Verkäufer oder zum Kaufmann im Einzelhandel interessieren, kompromissbereit zu sein und sich auch in Branchen umzuschauen, die nicht unmittelbar dem Wunsch entsprechen. Ein Wechsel in eine andere Branche sei nach der Ausbildung später noch möglich. Ebenfalls häufig gesucht werden Auszubildende in den Bereichen Informatik und Informationstechnologie. Diese Plätze seien nicht leicht zu besetzen, so Woehlke, weil sich fast nur Jungen für diesen Beruf interessierten und dann häufig nach dem Abitur anstatt einer Ausbildung lieber ein Studium beginnen würden. Dabei gebe es gerade in Düsseldorf viele Top-Unternehmen, die die Ausbildung anbieten. Auch in der Gastronomie gibt es noch viele freie Lehrstellen in den unterschiedlichsten Berufen.

Übrigens kooperieren Handwerkskammer und IHK in Düsseldorf auch eng mit der Agentur für Arbeit. Wer also noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte, so Woehlke, jetzt handeln und sich dort melden.

Quelle: RP
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