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Düsseldorf
14-Jährige und ihr Hund von drei Terriern attackiert

Düsseldorf. Eine Hunde-Beißerei und der Umgang mit Tieren in Wohnvierteln sind am Mittwoch das Thema bei einem Amtsgerichtsprozess. Eine Anwohnerin (70) aus Hassels muss wegen gefährlicher Körperverletzung auf die Anklagebank, weil sie ihre drei Jack-Russell-Terrier als "gefährliche Werkzeuge" eingesetzt haben soll, durch die eine 14-jährige Schülerin angeblich an der Hüfte verletzt wurde.

Die Seniorin soll am Tattag trotz früherer Vorfälle und Vorstrafen zwei ihrer Hunde wieder ohne Leine spazieren geführt haben. Als das Duo einen anderen Kleinhund attackierte, ließ die Rentnerin laut Anklage sogar ihren dritten Hund von der Leine. Der Prozess am 4. Mai beginnt um 9.45 Uhr im Saal 1.111.

Die Angeklagte war laut den Ermittlungen vorgewarnt. Schon Ende 2014 gab es demnach zwei Vorfälle, bei denen ihre nicht angeleinten Terrier andere Hunde angegriffen, in einem Fall eine Hundehalterin, die ihrem Liebling zu Hilfe kommen wollte, sogar gebissen und verletzt haben. Trotzdem, so der aktuelle Vorwurf, sei die 70-Jährige mit ihrem Terrier-Trio im März 2015 wieder im Wohnviertel losgezogen, habe dabei nur einen ihrer Hunde an der Leine gehabt.

Terrier sollen Jugendliche mehrfach gebissen haben

Als die beiden anderen den Kleinhund der Schülerin entdeckten und auf ihn losstürmten, hat die 70-Jährige laut Anklage auch noch ihren dritten Hund von der Leine befreit. Der habe sich ebenfalls prompt in die Beißerei gestürzt. Als das Mädchen in höchster Not ihren angeleinten Hund hochnahm und in ihren Armen zu bergen versuchte, um ihn vor den Attacken des Mini-Rudels zu schützen, sollen die Terrier der Rentnerin immer wieder an ihr hochgesprungen sein und die Jugendliche dabei mehrfach in die rechte Körperseite in Höhe der Hüfte gebissen haben.

Wegen dieser Verletzungen der Schülerin geht die Anklage jetzt von gefährlicher Körperverletzung aus, weil die angeklagte Rentnerin mindestens durch das Freilassen des dritten Hundes ihre Tiere als gefährliche Werkzeuge eingesetzt habe. Sie habe hingenommen, so die Anklage weiter, dass ihre Terrier nicht nur den fremden Hund, sondern bei ihrer Attacke auch das Mädchen beißen und verletzen könnten. Für eine gefährliche Körperverletzung können Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren verhängt werden.

(wuk)
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