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Düsseldorf
150 Bürger diskutieren mit Europa-Politikern

Düsseldorf. Viele Fragen, die im Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses am Montagabend gestellt wurden, spiegelten deutliche Zweifel an der Zukunft Europas wider: "Hat die EU ein Demokratieproblem?" und "Ist Europa eigentlich noch handelsfähig?" waren einige der Fragen. Rund 150 Besucher kamen zum Forum "Mitreden über Europa". Ziel der vom EU-Parlament organisierten Veranstaltung sei es, die Brüsseler Politik den Düsseldorfern näher zu bringen, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel zur Begrüßung.

Gekommen waren die EU-Abgeordneten Herbert Reul (CDU) und Fabio de Masi (Die Linke) sowie Ruth Harte vom Europabüro Neuss. Schnell standen jedoch die Besucher im Mittelpunkt, die die Gelegenheit nutzten, die Podiumsgäste mit ihren Fragen zu löchern.

Er wünsche sich nicht nur mehr Transparenz, sondern auch demokratischere EU-Verträge, denn die EU habe ein Demokratie-Defizit, sagte Fabio de Masi und verwies auf die öffentliche Debatte über das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA. "Dass die Wallonie sich da quergestellt hat, das war doch eine gute Sache." Auch Ruth Harte sah positive Tendenzen bei der Beteiligung der Bürger: "Die Bürger können sich heute besser denn je informieren und mitreden."

Herbert Reul verteidigte die Leistungen der EU. So sei es etwa gelungen, eine Eskalation der Finanzkrise zu verhindern. Gerade in schwierigen Zeiten lohne es sich für Europa zu kämpfen. "Bei Schönwetterlage ist es leicht, für die EU zu sein. Jetzt, da wir in der Krise stecken, ist es wichtiger denn je, für Europa zu kämpfen", sagte der CDU-Mann.

(mze)
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