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Made in Düsseldorf
150 Tees - von schwarz bis fruchtig

Made in Düsseldorf: 150 Tees - von schwarz bis fruchtig
Tee-Taster Jörg Sakulowski ist bei Teekanne für die Schwarztees zuständig – auch privat trinkt er die am liebsten. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Das Unternehmen Teekanne mit Sitz in Heerdt produziert rund 150 verschiedene Tee-Varianten. Seit Januar gibt es den besonders vollmundigen Schwarztee Nero aus indischem Assam. In Düsseldorf finden alle Produktionsschritte statt – vom Finden der richtigen Mischung bis zur Verpackung. Von Nicole Lange

Tee ist für ihn mehr als ein Getränk, und das Verkosten mehr Berufung als Beruf: Jörg Sakulowski ist Chef Tea-Taster (vom englischen to taste = probieren) beim Unternehmen Teekanne. Wenn die Idee für ein neues Produkt geboren ist, beginnt bei ihm und den anderen Tea-Tastern der Entwicklungsprozess. Etwa für den Schwarztee Nero, den das Unternehmen im Januar auf den Markt brachte. "Es sollte ein besonders kräftiger Schwarztee für den Start in den Tag sein", sagt Marketingleiter Jesper Petersen. Mit dieser Aufgabenstellung machte sich Sakulowski daran, die richtige Mischung zu finden. Die richtige Sorte war mit indischem Assam-Tee schnell gefunden, die richtige Zusammensetzung und der richtige Mahlgrad der Blätter wurden dann aufwendig getestet. Schließlich darf auch ein vollmundiger Tee nur so kräftig sein, dass er noch angenehm trinkbar ist.

Weltweit arbeiten rund 1500 Mitarbeiter für Teekanne, allein 660 von ihnen am Standort Düsseldorf. 146 von ihnen sind in der Produktion tätig, rund um die Uhr in drei Schichten. In der Winterzeit, wenn Tee besonders beliebt ist, wird auch samstags von sechs bis 14 Uhr und bereits sonntags ab 22 Uhr wieder gearbeitet, wie Produktionsmeister Norbert Strüver erläutert. 150 Sorten Tee werden in Heerdt abgemischt und abgefüllt, Schwarztees, Grüne Tees, Früchtetees und immer wieder auch Neuheiten wie etwa die milden Kindertees in bunten Verpackungen. Der Schwarztee Nero wird von hier aus in weite Teile Deutschlands geliefert.

Für jeden Aufguss in der Test-Abteilung werden exakt drei Gramm Tee genommen, fünf Minuten zieht das Getränk bei immer gleichbleibender Wasserqualität. Ist der Tee auf rund 50 Grad abgekühlt, kann Jörg Sakulowski probieren. "Bei dieser Temperatur sind die Aromen am besten erkennbar." Hat der Fachmann die richtige Mischung gefunden, gehen die Angaben zur richtigen Zusammenstellung an die Produktion, wo der Tee exakt abgemischt, abgefüllt und verpackt wird.

Dort setzt Teekanne auf die Abfüll-Maschinen des Tochter-Unternehmens Teepack aus Meerbusch, die nach und nach die Mischung zu dem Produkt machen, das die Verbraucher letztlich im Laden finden. Die Maschinen rattern vernehmlich, Teebeutel für Teebeutel wird gefaltet und befüllt, der Faden angebracht und schließlich ein Etikett daran geknotet. "Eine Maschine schafft 300 bis 400 Beutel in der Minute", sagt Produktionsmeister Norbert Strüver. Inmitten der Räder und Hebel leuchten diverse Kontrolldioden und signalisieren, wenn irgendwo in dem Prozess etwas hakt. Dann eilt ein Mitarbeiter herbei, prüft rasch den Fehler und setzt alles wieder in Gang. Fehlerhafte Beutel werden ausgeworfen, alle anderen von der Maschine in Packungen abgefüllt. Bei "Nero" sind sie passend zum Produkt in Schwarz gehalten.

Am Ende kommen die Tee-Packungen aus der Maschine, jede einzeln wurde noch einmal zur Prüfung abgewogen. Von hier aus geht der Tee "made in Düsseldorf" in die Logistik, wo er auf Paletten gepackt und an die Händler geliefert wird.

Quelle: RP
 
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