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Düsseldorf
17 Monate Haft für Attacke auf Blinden in der Altstadt

Düsseldorf. Nur geringfügig reduziert hat das Landgericht gestern die Haftstrafe für einen Asylbewerber (26), der in der Silvesternacht einen Blinden (50) in der Altstadt zusammengeschlagen und dessen Handy geraubt hatte. Beim Amtsgericht war der Angeklagte mit anderthalb Jahren Haft belegt worden. Seine Berufung dagegen, bei der er die Tat erstmals zugab, war wenig erfolgreich. Die Richter senkten die Strafe nur um einen Monat auf jetzt 17 Monate. Über eine Bewährungs-Chance ließ die Kammer nicht mit sich reden. Der vollständig blinde Jurist (50) war frühmorgens an der Heine-Allee dabei, über sein 800 Euro teures Handy eine Nachricht zu verschicken, als der 26-Jährige ihm wuchtig in die Genitalien schlug.

Als der Blinde in sich zusammenfiel, hat der Angeklagte laut Geständnis dessen Handy gegriffen und ist geflüchtet. Das Gerät konnte kurz danach per Funkortung aufgespürt, der Angeklagte festgenommen werden. Damals gab er an, er habe das Handy gekauft, gestern gab er Raub und Körperverletzung erstmals zu. Das Opfer hatte im Prozess betont, dass der Überfall schlimm gewesen sei - als schlimmer habe er aber empfunden, dass keiner der Passanten ihm zu Hilfe gekommen sei.

(wuk)
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