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Allwetterbad in Düsseldorf
20-Jährige wollten nächtliche Party im Schwimmbad feiern

Düsseldorf. Mit einer ersten Ermahnung des Richters sind jetzt zwei 20-Jährige in einem Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs davongekommen. Die beiden waren am 5. Juli 2014 um 0.30 Uhr im Allwetterbad in Flingern erwischt worden.

"Wir wollten eigentlich nur mal gucken, was da los war. Es waren schon 30 bis 40 Leute da, das Tor stand offen", sagte einer der beiden Angeklagten, der in der Autobranche beschäftigt ist, am Montag vor Gericht. Der andere Angeklagte, ein Auszubildender einer Supermarktkette, wollte ein paar Leute dabei beobachten, wie sie vom Zehnmeterbrett springen.

Dazu kam es für die beiden 20-Jährigen nicht mehr, denn kurz nachdem sie auf das Gelände des Bades gelangt waren, hörten sie auch schon die Polizei kommen. Alle anderen "Partygäste" konnten sich rechtzeitig aus dem Staub machen, die Polizisten waren den beiden jungen Männern jedoch schon auf den Fersen und stellten sie.

Laut Aussage der Angeklagten hatte man sich mit den Polizisten einigen wollen, diese seien bereit gewesen, die Eindringlinge laufen zu lassen. Der Polizeibericht spricht jedoch eine andere Sprache: Dort ist vielmehr von Uneinsichtigkeit der Erwischten die Rede. Die Bädergesellschaft Düsseldorf erstattete Anzeige.

Fälle ungebetener Gäste sind jedoch für die Mitarbeiter bei dem öffentlichen Unternehmen nichts Neues. Verschiedene Freibäder im ganzen Stadtgebiet seien bereits Schauplatz illegalen Eindringens geworden. Von Mai bis August 2015 gelangten 13 Mal Personen außerhalb der Öffnungszeiten auf verschiedene Freibadgelände, teilt die Bädergesellschaft auf Anfrage unserer Redaktion mit. Im Vorjahr 2014 wurden 14 solcher Fälle notiert. "Oft sind sie mit Vandalismus verknüpft", sagt eine Sprecherin. Manchmal werde auch in die Kioske eingebrochen.

Zwar gibt es einen Wachdienst, der die verschiedenen Bäder abfährt und auch Alarmanlagen weisen auf ungebetene Gäste hin, doch gelingt es nur selten, die Eindringlinge zu fassen. Anzeige erstattet die Bädergesellschaft in jedem Fall, heißt es, die Erfolgsquote bleibt jedoch gering.

(vpa)
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