| 15.05 Uhr
Hilfe für Wohnungslose
200 Menschen leben auf der Straße
In Düsseldorf leben nach Schätzungen der Stadtverwaltung und der in der Wohnungslosenhilfe tätigen freien Wohlfahrtsverbände rund 150 bis 200 Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen ganzjährig freiwillig auf der Straße.

"Niemand - egal in welcher Jahreszeit - muss in Düsseldorf auf der Straße nächtigen. Die Landeshauptstadt stellt in Zusammenarbeit mit den freien Wohlfahrtsverbänden ein engmaschiges Hilfesystem für Wohnungslose zur Verfügung. Dazu gehören mehrere Tagesstätten und Notschlafstellen mit einem ausreichenden Angebot. Bei erhöhtem Bedarf kann die Stadt kurzfristig weitere Notschlafplätze einrichten." Dies betont der Düsseldorfer Sozialdezernent Burkhard Hintzsche jetzt in Hinblick auf den bevorstehenden Winter.

Er appelliert an die Obdachlosen, im Interesse ihrer Gesundheit die von Stadt und Verbänden bereit gestellten Unterkünfte zu nutzen. "Dies kann unter Umständen sogar lebensrettend sein."

Alle Düsseldorfer Angebote für Wohnungslose vermitteln neben der reinen Unterbringung weitergehende Hilfen, sei es finanziell oder in medizinischer Art. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage der adäquaten Wohnraumversorgung. Auch die an vielen Anlaufstellen ausliegende Broschüre "Wohnen ist ein Menschenrecht" informiert ausführlich über alle Hilfsangebote in der Stadt.

Darüber hinaus suchen Streetworker die Menschen auf der Straße auf, um sie auf die verschiedenen Unterbringungs- und Hilfsangebote aufmerksam zu machen. Die Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Amtes für soziale Sicherung und Integration hat eine mittlerweile bewährte Beratungsstelle für Obdachlose auf der Harkortstraße 23 eingerichtet. Sie bietet neben einer offenen Sprechstunde, montags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr, eine tägliche Beratung für Nutzer der Notschlafstellen an.

An folgenden Stellen besteht eine Möglichkeit zum Tagesaufenthalt:

"Shelter", Ratinger Straße 46 (Kooperation Stadt und Diakonie in Düsseldorf), Öffnungszeit täglich von 8 bis 18 Uhr, Telefon 58 68 78 80.

Fachberatungsstelle "Horizont", Neusser Straße 37, (Diakonie in Düsseldorf), mit Tagesaufenthalt montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr. Am Wochenende und an Feiertagen im Wechsel mit "Cafe Pur" geöffnet von 8 bis 13 Uhr, Telefon 300 64 30.

"Cafe Pur", Harkortstraße 27, (Kooperation Stadt und Diakonie in Düsseldorf), montags bis freitags von 12 Uhr bis 18 Uhr. Wochenende und Feiertage im Wechsel mit "Horizont" geöffnet von 8 bis 13 Uhr, Telefon 589 86-42/43.

"Cafe Kola", Erkrather Straße 18, Kontaktladen des Drogenhilfezentrums für drogenabhängige Menschen, montags, donnerstags, freitags von 13.30 bis 18 Uhr, dienstags 15 bis 18 Uhr nur für Frauen und Mädchen, mittwochs 15 bis 18 Uhr nur für Männer und Jungen. Am Wochenende und an Feiertagen geöffnet von 12 bis 15 Uhr, Telefon 89-95494.

"Trebecafe", Kölner Straße 148, (Diakonie in Düsseldorf) für Frauen bis 25 Jahren, Öffnungszeiten montags 10 Uhr bis 15 Uhr, dienstags 10 bis 14 Uhr, donnerstags bis samstags von 16 bis 20 Uhr, Telefon 601 53 31.

Für die Übernachtung stehen folgende Einrichtungen zur Verfügung:

Notschlafstelle "Ariadne" für Frauen, Querstraße 4, mit Tagesaufenthalt (Kooperation Stadt und Diakonie in Düsseldorf) mit bis zu 20 Plätzen, Telefon 580 63 66.

Notschlafstelle für Männer, Harkortstraße 27, mit Tagesaufenthalt (Kooperation Stadt und Ordensgemeinschaft der Armen Brüder des hl. Franziskus) mit 46 Plätzen, Telefon 876 66 88.

Nachtunterkunft "Franziska-Schervier-Haus", Kaiserswerther Straße 13, (Ordensgemeinschaft der Armen Brüder des hl. Franziskus), mit 42 Plätzen, Telefon 60 28 35 00.

"Sleep-In" des Drogenhilfezentrums, Erkrather Straße 18, mit mindestens zwölf Plätzen, Telefon 892 39 18.

"Knackpunkt", Grupellostraße 29, des SKFM, für junge Frauen, geöffnet von 21 bis 9 Uhr. Von 2 bis 7 Uhr ist Nachtruhe. Telefon 35 92 43 und 469 62 33.

Weitere Informationen zum Angebot der Stadt gibt es im Internet unter der Adresse www.ag-4-67.de.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar