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Schadowplatz
20.000 Besucher beim Blaulichttag

Schadowplatz: 20.000 Besucher beim Blaulichttag
Polizeihunde sind bei vielen Einsätzen unentbehrlich. Beim Blaulichttag konnte man sie aus der Nähe betrachten. FOTO: RPO
Düsseldorf. Auf dem Schadowplatz informierten sich viele Düsseldorfer über die Arbeitsweise von Polizei und Feuerwehr. Nicht nur Kinder bestaunten den Hubschrauber der Bundespolizei von innen. Wegen des großen Zuspruchs soll es jetzt regelmäßig Blaulichttage geben. Von Emily Senf

Achim Berkenkötter von der Bundespolizei ist begeistert: "So einen großen Zuspruch haben wir gar nicht erwartet." 20.000 Interessierte waren im Laufe des vergangenen Samstags zum ersten Blaulichttag auf den Schadowplatz gekommen. Von elf bis 18 Uhr informierten die verschiedensten Sicherheitskräfte über ihre Aufgabenbereiche und Arbeitsweisen.

Vertreten waren beispielsweise die Düsseldorfer Feuerwache 3 an der Münsterstraße mit zwei Fahrzeugen, die Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz, kurz BGS) mit einem alten Hubschrauber, sowie mehrere Polizisten mit ihren Motorrädern. "Wir wollten den Besuchern etwas zum Anfassen bieten", erklärt Bundespolizist Wolfgang Heimann.

Neben dem Hubschrauber, in dem nicht nur Kinder, sondern auch deren Eltern gerne Platz nahmen, hatte die Bundespolizei noch ein gepanzertes Sonderfahrzeug vom Flughafen und mehrere beschlagnahmte Gegenstände, etwa Waffen, mitgebracht. Auch zwei Hunde waren dabei: Hund Rico, der dafür zuständig ist, Sprengstoff aufzuspüren, und Benno, der Schutzhund. Außerdem informierte ein Filmbeitrag über die Gefahren von Strom-Oberleitungen an Güterzugstrecken.

Kinder tobten im Gefangenentransporter

Am Gefangenentransportwagen, der bei Großveranstaltungen zum Einsatz kommt, musste Friedhelm Bong aufpassen, dass sich keines der wild herumtollenden Kinder verletzte. "Eigentlich sollte man meinen, dass sie nicht so scharf darauf sind, irgendwo eingesperrt zu werden", schmunzelt er. Die Kinder konnten sich offenbar nicht schnell genug in die engen Zellen zwängen. Auch Feuerwehrmann Andreas Spieckermann war beschäftigt.

Er musste einen brennenden Papierkorb löschen. Eine Simulation, um die richtige Technik zur Brandbekämpfung zu erläutern. Alles lief glatt, der Brand war innerhalb weniger Sekunden gelöscht. Probleme gab es dann beim zweiten Versuch: Der Papierkorb wollte einfach nicht brennen.

Ralf Gliewe machte die Besucher auf den Fahrradcodierungsstand aufmerksam. Dort wurden ein "D" für Düsseldorf, eine vierstellige Schlüsselzahl für die Straße, die Hausnummer sowie die Initialen des Besitzers eingraviert. "Das verhindert nicht den Diebstahl, aber es macht es den Dieben schwerer, die Räder zu verkaufen", sagt der Hauptkommissar. Das Angebot nehmen viele wahr.

Am Fahrzeug des Technischen Hilfswerks (THW) konnten sich die Besucher über Aufgabenbereiche und Werkzeuge schlau machen. Der Eindruck der Mitarbeiter: Junge Leute können mit dem THW wenig anfangen. "Die wenigsten wissen über uns richtig Bescheid", so Dirk Blume, der seit 33 Jahren beim THW ist. Mit dem Verlauf des Tages waren alle Einheiten sehr zufrieden. "Die Kinder sind sehr interessiert", sagt Spieckermann. "Aber auch die Erwachsenen stellen Fragen und lassen sich viel erklären." Alle sind sich einig: Einen Blaulichttag soll es auch im kommenden Jahr wieder geben.

Quelle: RP
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