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Düsseldorf
21 neue Kitas gehen in Betrieb, mehr als 1500 Plätze fehlen

Düsseldorf: 21 neue Kitas gehen in Betrieb, mehr als 1500 Plätze fehlen
Obst ist gesund: Anja Möller (l.) leitet in der städtischen Kita an der Richardstraße die "Düsseldorfer Familiengruppe", in der Kinder vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr betreut werden. Im Bild (v. l.): Theodor, Mila, Louisa, Leonidas, Jerome, Hannah und Leon. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Um weitere Betreuungsplätze zu schaffen, investiert die Stadt 2018/19 rund 220 Millionen Euro. Trotzdem bleibt die Nachfrage größer als das Angebot. Im August startet der Tagespflege-Navigator. Von Jörg Janssen

Wie viele Plätze für unter Dreijährige sind geplant? Für Jungen und Mädchen unter drei Jahren soll es bis Sommer 2019 rund 9050 Plätze geben, darunter 5568 in Kindertagesstätten. 2900 Plätze entfallen auf Tagesmütter und -väter. Der Rest befindet sich in vom Jugendamt anerkannten Spielgruppen. Zum Vergleich: 2013/14 hatte es in Düsseldorf insgesamt 6900 U3-Plätze gegeben. Damit erreicht Düsseldorf in diesem Bereich eine Betreuungsquote von 47,8 Prozent. "Ohne den Zuzug junger Familien läge diese Quote bereits bei 53 Prozent", sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Wie sieht das für Kinder zwischen drei uns sechs Jahren aus?

Hier sind für das kommende Kita-Jahr 18.183 Plätze geplant. Das Gros (17.649) entfällt auf öffentlich geförderte Kitas der Stadt und der freien Träger. Etwas mehr als 500 Plätze stellen auch hier Tageseltern bereit, damit beim Übergang in die Kita keine Betreuungslücke entsteht.

Wie viele neue Einrichtungen werden gebaut? Im Laufe des kommenden Kita-Jahres werden 21 neu gebaute Einrichtungen an den Start gehen. Dafür werden 219 Millionen Euro ausgegeben, das Land NRW übernimmt davon 77 Millionen Euro. Rechnet man neue Kapazitäten bei Tageseltern hinzu, entstehen 2018/19 rund 1000 zusätzliche Plätze. Zudem wird ein neues Vormerksystem speziell für die Tagespflege zum 1. August eingeführt.

Erhält jedes Kind einen Betreuungsplatz? Das hängt vom Alter ab. Im Ü3-Bereich werden laut Prognose 99,1 Prozent aller Kinder versorgt sein. Freilich müssen Eltern flexibel sein. Nicht jeder wird die Wunsch-Kita realisieren. "In den Stadtbezirken 1, 2 und 3, also in der City und den Vierteln östlich und südlich davon, bleibt die Situation angespannt", sagte Hintzsche bei der Präsentation der aktuellen Planung. Unter dem Strich werden im U3-Bereich - gemessen an den Einträgen im Kita-Navigator - vor allem Plätze in den klassischen Kitas fehlen. "Die rechnerische Lücke wird hier wohl bei 1500 Plätzen oder etwas darüber liegen", sagt Hintzsche.

Heißt das, dass mehr als 1500 Kinder unbetreut bleiben? Nein. Ein Teil der fehlenden Kapazitäten in den klassischen Kitas wird durch Tageseltern ausgeglichen. Weitere Verschiebungen gibt es durch Umzüge, oder weil Eltern sich aus unterschiedlichsten Gründen kurzfristig entscheiden, ihr Kind doch erst später fremd betreuen zu lassen.

Wann erfahren Eltern, ob sie einen Platz haben? Seit Anfang Februar erhalten Eltern Zusagen. Innerhalb von 14 Tagen müssen sie entscheiden, ob sie den Platz auch nehmen. Tun sie das nicht, geht er verloren. Bis in den Herbst hinein, also auch nach dem Start des neuen Kita-Jahres, wird die Platzvergabe weitergehen. Eine erste "Status-Meldung" darüber, ob sie mit ihrer Suche erfolgreich waren, erhalten Eltern in der zweiten Märzhälfte.

Quelle: RP
 
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