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22.000 Euro reichen nicht

Manch ein Erwachsener reibt sich die Augen, wenn er von Gewaltprävention an Grundschulen hört. Beginnen die handfesten Probleme nicht erst mit der Pubertät, also ab Klasse 6 aufwärts? Nein, tun sie nicht. An kleine Banden, die einen Außenseiter drangsalierten, wüste Beschimpfungen und eben auch Schlägereien erinnert sich Antje Schuh, Sprecherin der stadtweiten Schulpflegschaft, deren Kinder vor einigen Jahren eine Grundschule in Stadtmitte besuchten. Dramatisieren will die Mutter das im Rückblick nicht. Denn Schulleiterin und Kollegium versuchten damals erst gar nicht, die Probleme zu leugnen. Im Gegenteil: Sie handelten pro aktiv, holten Präventionsprojekte auf den Hof und in die Klassenzimmer. Heute ist das der Normalfall. Und die Erklärung dafür, dass es immer mehr Projekte und Programme dieser Art gibt. Dass der städtische Zuschuss-Etat für diese wichtige Arbeit nur bei gut 22.000 Euro liegt, macht allerdings stutzig. So gut es auch ist, dass Fördervereine und Stiftungen hier einspringen: Etwas mehr sollte das Thema der Stadt schon wert sein.

Quelle: RP
 
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