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Düsseldorf
23 Wohnungen weniger im Andreasquartier

Düsseldorf. Werden im Andreasquartier in der Altstadt viel weniger Wohnungen gebaut als geplant? Aufgrund der angestrebten Umwidmung einiger Bereiche in dem großen Komplex zwischen Mühlen- und Ratinger Straße wird dies befürchtet. Eine Beschlussvorlage der Bauverwaltung hatte im Planungsausschuss bei der Politik für Irritationen gesorgt, denn es blieb unklar, ob und wie viele Wohnungen durch die Nutzungsänderung wegfallen werden. FDP-Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mutmaßte, dass vielleicht schlechte Vermarktbarkeit die Ursache für die Änderung sei. Astrid Wiesendorf (Grüne) sagte, dass man dem Projekt nur wegen der Wohnungen zugestimmt habe. "So lange nicht klar ist, was jetzt genau geplant ist, können wir dem nicht zustimmen", sagte SPD-Fraktionschef Markus Raub. Die Entscheidung wurde vertagt.

Tatsächlich war die Vorlage missverständlich, wie Recherchen beim Investor Frankonia Eurobau zeigen. An seinen Zielen hat sich nämlich seit eineinhalb Jahren nichts geändert. "Die Zahl der Wohnungen hat zwar um 23 abgenommen", sagt Vorstandschef Uwe Schmitz, "aber die Wohnfläche um 596 auf jetzt 25.745 Quadratmeter zugenommen." Insgesamt entstehen im Andreasquartier nun 267 Wohnungen. Darin enthalten sind 103 Service-Appartments, die von der Hyatt-Gruppe betrieben werden. Um diese geht es bei der geplanten Umwidmung. Sie liegen heute in zwei Bereichen: einem reinen Wohnbereich sowie einem Mischgebiet. Nun sollen sie durch die Umwidmung komplett im Mischgebiet liegen.

(dr/ujr)
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