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Düsseldorf
24-Jähriger kochte Anabolika in großen Mengen

Düsseldorf. Ein Postpaket aus Osteuropa hat Zollfahnder auf die Spur eines 24-Jährigen gebracht, der nun im Verdacht steht, in Düsseldorf ein Doping-Labor betrieben zu haben. Das Paket sei "randvoll mit Dopingsubstanzen" gewesen, berichtete das Zollamt Essen, und war offenbar für den jungen Düsseldorfer gedacht. Von Stefani Geilhausen

Den besuchte der Zoll am Dienstag nicht nur zuhause, sondern auch an seinem Arbeitsplatz, und stellte dort zahlreiche sogenannte anabole Steroide sicher. Und weil diese "leistungssteigernden" Medikamente auch gewisse Nebenwirkungen haben, verfügte der 24-Jährige offenbar zu deren Ausgleich auch über einen beachtlichen Vorrat illegaler Potenzmittel.

Der Verdacht, dass der Beschuldigte die illegalen Aufbaupräparate nicht nur für sich selbst herstellte, erhärtete sich für die Fahnder, als sie die Komponenten eines sogenannten Untergrundlabors - wie Messbecher, Kochutensilien, Glaszylinder, Bördelzange, Etikettiermaschine, Abfüll- und Verpackungsmaterial sowie flüssige und feste Wirkstoffe in großen Mengen - vorfanden. Dass in der Doping-Küche dann auch noch Kokain und Amphetamine sichergestellt wurden, dürfte die Zukunftspläne des 24-Jährigen zusätzlich beeinflussen. Allein für den Handel, Erwerb und Besitz von Dopingmitteln liegt in schweren Fällen die Strafandrohung bei bis zu zehn Jahren Haft.

Vor drei Jahren war ein Mann zu sechs Jahren Haft verurteilt worden, der ein Anabolika-Labor in Oberkassel betrieben und für rund 700.000 Euro illegale Medikamente online verkauft hatte.

Quelle: RP
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