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Düsseldorf
250 Teilnehmer bei Bildungsdemo

Düsseldorf. Die Schülervertreter fordern mehr Lehrer und kleinere Klassen.

Der Zeitpunkt für die Demonstration war bewusst gewählt. Eine Woche vor der Landtagswahl sollte noch mal auf die Forderungen der Landes- (LSV) und der Bezirksschülervertretung (BSV) aufmerksam gemacht werden. Der Einladung ans DGB-Haus am Hauptbahnhof waren rund 250 Schüler und Lehrer gefolgt, um gegen die Unterfinanzierung des schulischen Bildungssystems zu protestieren. "Anfang Februar haben wir beschlossen, die Kampagne "Wir sind mehr wert" umzusetzen. Die Demo mit Kundgebung am Burgplatz ist der krönende Abschluss", erläuterte Giustina Ruehs. Sie ist Vorstandsmitglied der BSV Düsseldorf und Schülerin am Leibniz-Gymnasium.

Nicht nur ihrer Meinung nach fehlt es an den Schulen an allen Ecken: Zu wenig Lehrer und deshalb zu große Klassen, zu wenig Schulsozialarbeit, marode Schulgebäude, schlechte Ausstattung. Mit den Forderungen solidarisierten sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Landesjugendring, die Elternschaft Düsseldorfer Schulen, die Landeselternschaft der Gymnasien und die DGB-Jugend. Doch irgendwie ging die Demo unter. Am Marktplatz wurde der Europatag gefeiert, an der Rheinuferpromenade gab es die Büchermeile, auf dem Graf-Adolf-Platz wurde der Global-Marijuana-March begangen, und um 13 Uhr spielte die Fortuna. "Ich habe mir mehr Teilnehmer gewünscht", sagte Ruehs. Mit Transparenten machten sie auf die veraltete Ausstattung vieler Schulen aufmerksam.

(tino)
 
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