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Düsseldorf
3000 Radler fuhren geschlossen durch Düsseldorf

Düsseldorf. Mit einer Demo und engagierten Teilnehmern warb der ADFC für eine fahrradfreundliche Stadt. Von Brigitte Pavetic

Von 48 Orten machten sich gestern Menschen per Rad nach Düsseldorf auf, um zu zeigen, dass sie mehr Platz und Rechte für Radfahrer wollen. "Immer mehr Menschen benötigen sichere Wege für das klimafreundlichste Verkehrsmittel der Welt - zur Arbeit, zur Schule und überall sonst hin", sagte Anja Vorspel, eine der Verantwortlichen für diese Veranstaltung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der damit unter anderem die Petition für das Radverkehrsgesetz NRW vorantreiben will. Die Sternfahrt stand laut ADFC auch im Zeichen der in einer Woche stattfindenden Landtagswahl. Zur Kundgebung auf dem Johannes-Rau-Platz trafen 3000 Radfahrer ein. Zu den Forderungen zählen etwa Radschnellwege, geschützte Radstreifen und fahrradfreundliche Schulen.

Auf dem Programm stand auch eine Runde durch die Stadt. Die Radler machten Zwischenstopps an drei verkehrspolitisch interessanten Stellen. Dort gab es vom ADFC auch Informationen dazu, wie diese am besten verändert werden sollten.

Zudem fand die Sternchenfahrt für die Nachwuchsradler statt. Rund 70 Kinder traten in Begleitung ihrer Eltern in die Pedale und legten um den Johannes-Rau-Platz herum fast drei Kilometer zurück. "Das ist für die Kinder immer ein großes Abenteuer. Außerdem bringt diese Fahrt ihnen das Thema Radfahren auf spielerische Art nahe", sagte Lukas Hegemann, der die Sternchenfahrt betreute. Er war außerdem auch bei der Erwachsenen-Tour dabei und berichtete: "Die Strecke durch den Rheinufertunnel war etwas ganz Besonderes. Der ist für unsere Aktion ja komplett gesperrt, das Hallen im Tunnel hat eine gewaltige und auch gemeinschaftsstiftende Wirkung auf die Radler." Die waren seiner Einschätzung nach zufrieden mit der friedlichen Aktion, wie auch die Polizei.

Leise ging es bei den Radlern nicht zu. Laute Trommeln und Pfiffe begleiteten ihre Auftritte. "Aber nur so kann man sich Gehör verschaffen", sagte Hartmut Baumeister, der aus Itter geradelt kam. "Ich bin hier, weil ich nicht weiß, wie lange ich überhaupt noch Auto fahren kann. Radfahren ist für mich elementar, und ich möchte, dass es sicher ist." Nina Altrieth aus Wersten pflichtete ihm bei: "Ich hatte schon gefährliche Situationen mit Autofahrern, das muss sich dringend ändern. Diese Aggressivität im Verkehr ist schlimm."

Quelle: RP
 
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