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Düsseldorf
33-Jähriger bedroht Mitarbeiter eines Jobcenters

Düsseldorf. Todesdrohungen gegen Mitarbeiter des Jobcenters brachten einem Kunden (33) gestern fünf Monate Bewährungsstrafe ein. In einem Telefonat Anfang 2015 soll er aus Wut erklärt haben, er könne verstehen, wenn Jobcenter-Mitarbeiter umgebracht würden. Mehr noch: Wenn nicht zu seinen Gunsten entschieden werde, käme er gleich vorbei und würde einen Mitarbeiter nach dem anderen umbringen. Gegen das Urteil des Amtsgerichts wegen versuchter Nötigung zog er gestern vors Landgericht.

Nach 18 Einträgen ins Strafregister, darunter zwei Urteile wegen Beleidigung, mühte sich der Angeklagte vergebens, als friedfertig und gesetzestreu zu gelten. Er gab zu, dass er beim Anruf im Jobcenter um einen Zuschuss für ein Kinderzimmer gestritten habe. Aber: "Ich will doch etwas haben, da werde ich doch keinen bedrohen." Der Mitarbeiter konnte die Stimme des 33-Jährigen gestern nicht wiedererkennen. Aber der Anrufer habe in dem Telefonat auch Details gewusst, die für Fremde nicht zugänglich waren. Bei der Gesamtwürdigung aller Umstände seien die Chancen für einen Freispruch nicht sehr hoch, machten die Richter deutlich. Also zog der 33-Jährige seinen Protest zurück.

(wuk)
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