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NRW wählt den Landtag
412.000 Düsseldorfer haben die Wahl

NRW wählt den Landtag: 412.000 Düsseldorfer haben die Wahl
Mehr als 75.000 Bürger haben ihre Stimme bereits im Vorfeld abgegeben, per Brief oder im Wahlamt an der Brinckmannstraße (Foto). FOTO: Lisa Kreuzmann
Düsseldorf. Am Sonntag bestimmen die Bürger der Landeshauptstadt mit über den neuen Landtag. Das Rennen von CDU und SPD um die Direktmandate könnte wieder eng werden. Die wichtigsten Fragen zur Wahl in Düsseldorf. Von Arne Lieb

Wie läuft die Wahl in Düsseldorf ab?

Rund 412.000 Bürger sind am Sonntag aufgerufen, für die Landtagswahl ihre Stimmen abzugeben. Mit der Erststimme wählen sie dabei einen Direktkandidaten für ihren Wahlkreis, mit der Zweitstimme eine Partei. Es gibt in Düsseldorf vier Wahlkreise und insgesamt 315 Wahllokale. Diese sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Auch die Stimmen für die Briefwahl müssen spätestens bis 18 Uhr eingetroffen sein. Wer Fragen zur Stimmabgabe hat, kann die Hotline des Amtes für Statistik und Wahlen nutzen. Sie ist heute von 8 bis 12 Uhr und während der Öffnungszeiten der Wahllokale am Sonntag zu erreichen unter Telefon 0211 899 3368.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast beim Ständehaus-Treff

Wie sind die Prognosen? Grundsätzlich gilt: Weder CDU noch SPD können sich in der Landeshauptstadt auf eine Mehrheit verlassen. Bei der Landtagswahl 2012 verzeichneten die Sozialdemokraten einen ungewöhnlichen Erfolg: Ihre Kandidaten gewannen alle Kreise. Die jüngsten Vorhersagen deuten darauf hin, dass sich das diesmal nicht wiederholen wird. Der Wahldienst Election.de, der Prognosen auf einzelne Wahlkreise herunterrechnet, sieht inzwischen bei der Erststimme sogar in allen vier Düsseldorfer Kreisen die Kandidaten der Union vorne - das sah vor einigen Wochen noch anders aus. Allerdings ist demnach lediglich im traditionell CDU-nächsten Kreis I im Norden der Stadt ein Sieg der Union "wahrscheinlich", in den anderen drei sehen die Forscher nur einen knappen Vorsprung. Beide Parteien werden also bis zuletzt versuchen, ihre Wähler zu mobilisieren - zumal alle Vorhersagen mit Vorsicht zu genießen sind. Der Kampf um die Erststimme ist spannend, weil die Direktkandidaten die lokalen Repräsentanten sind und darüber hinaus ein Direktmandat für viele Bewerber der einzige Weg ins Parlament ist. Für den Ausgang insgesamt ist aber die Zweitstimme entscheidend: Sie bestimmt das Kräfteverhältnis zwischen den Parteien.

Wie findet man sein Wahllokal? Jeder Wahlberechtigte hat einen Brief mit allen Infos erhalten. Das Schreiben ist aber nicht für die Abgabe nötig; es reicht eine Identifikation durch ein Ausweisdokument. Das Wahllokal richtet sich nach der Meldeadresse. Es lässt sich online ermitteln: www.duesseldorf.de/statistik-und-wahlen/wahlen/landtagswahlen/wahllokalfinder.html

Angela Merkel beim Ständehaus-Treff im Mai 2017 FOTO: Bretz, Andreas

Lässt sich die Auszählung ansehen? Ja. Die Stimmen werden direkt in den Wahllokalen ausgezählt. Die Auszählung übernehmen Wahlhelfer, die sich freiwillig gemeldet haben. Jeder Bürger darf zuschauen. Alle Unterlagen zur Wahl, auch die Stimmzettel, werden zudem für sechs Monate aufbewahrt.

Quelle: RP
 
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