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Düsseldorf
46 Patienten werden morgen verlegt

Düsseldorf. St. Vinzenz-Krankenhaus und Altenheim von Bombenentschärfung betroffen

Morgen um 14 Uhr soll die Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Mittwoch auf einer Baustelle an der Schlossstraße entdeckt wurde, entschärft werden. Das gehört zwar schon fast zur Routine in der Stadt, bedeutet aber diesmal eine besondere logistische Herausforderung. Denn im direkten Gefahrenbereich liegt nicht nur ein Altenheim, sondern auch ein Krankenhaus. Eine Klinik musste in Düsseldorf bisher noch nie wegen einer Bombenentschärfung geräumt werden. Seit Mittwochabend laufen die Vorbereitungen. Einige Patienten haben das St. Vinzenz-Krankenhaus vorzeitig verlassen können, rund 40 Personen werden bis zur Entschärfung ins Marienhospital gebracht. Sechs Patienten der Intensivstation werden am Samstagmorgen mit Spezialfahrzeugen verlegt.

Im Katharina-Labouré-Altenheim sind 170 Bewohner von der Entschärfung betroffen, der Großteil von ihnen ist dement und bedarf besonderer Betreuung; 22 Bewohner sind bettlägerig und teils auf Sauerstoffgeräte angewiesen. Sie werden am Samstag in andere Seniorenheime und provisorische Unterkünfte gebracht. Aufwendig bei dieser Evakuierung ist auch der Transport von mehr als 80 Rollatoren und Rollstühlen.

Unproblematischer dürfte der Einsatz beim Kinderhilfezentrum an Eulerstraße sein: Die derzeit 136 dort betreuten Kinder (76 von ihnen Flüchtlinge) und zwei Familien machen am Samstag einen Ausflug. Detailfragen zur Bombenentschärfung beantwortet die Feuerwehr ab morgen, 7 Uhr, unter Telefon 0211 3889889. Wir berichten aktuell bei www.rp-online.de/duesseldorf

(sg)
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