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Düsseldorf
77-Jähriger schrieb Drohbrief an Jobcenter

Gewalt gegen Jobcenter-Mitarbeiter
Gewalt gegen Jobcenter-Mitarbeiter FOTO: dpa, Henning Kaiser
Düsseldorf. Mit Wut im Bauch einen drohenden Brief ans Jobcenter zu schreiben, ist einem Hausbesitzer (77) aus Unterrath nicht gut bekommen. Wegen Nötigung musste er am Dienstag auf die Anklagebank beim Amtsgericht.

In dem Brief hatte er nämlich angekündigt, handgreiflich bis gemeingefährlich zu werden, falls er wegen einer Mietzahlung für eine seiner Mieterinnen noch mal beim Jobcenter vorsprechen müsse. Mitarbeiter des Jobcenters seien dadurch, so die Anklage, zu einer Antwort genötigt worden.

Der Hauswirt gab gestern an, jene Mieterin habe die Mietzahlungen durch das Jobcenter zuvor mehrfach "durchgebracht" - und er als Vermieter sei dann leer ausgegangen. Also sei mit dem Jobcenter vereinbart worden, dass die Miete für jene Frau direkt an den 77-Jährigen gezahlt werden sollte. Als das aber nicht klappte und der Hauswirt (der angeblich kurz zuvor noch mehr als 20 000 Euro investiert hatte) persönlich beim Jobcenter vorsprach, habe sich der Angeklagte dort behandelt gefühlt "wie ein Idiot".

Zornschnaubend habe er zuhause dann jenen Brief formuliert und abgeschickt. Weil der Senior bisher unbescholten war, hätte die Richterin das Verfahren gegen 150 Euro Buße eingestellt. Doch das ist gestern am Widerstand der Staatsanwaltschaft gescheitert. Also muss der Prozess Ende Mai fortgesetzt werden.

(wuk)