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Düsseldorf
Zweiter A380-Flieger kommt ab Juli

A380 in Düsseldorf gelandet
A380 in Düsseldorf gelandet FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Die arabische Fluggesellschaft Emirates wird Düsseldorf bald zwei Mal täglich mit dem größten Passagierjet der Welt anfliegen. Bislang fliegt der A380 Düsseldorf einmal täglich nach Lohausen. Die Nonstop-Flüge gehen nach Dubai. Von Thorsten Breitkopf

Als der erste Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates im Sommer vergangenen Jahres erstmals in Düsseldorf landete, war das eine Sensation. Es waren so viele Luftfahrt-Begeisterte auf der Besucherterrasse des Flughafens, dass der Zugang aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste. Seitdem verbindet der größte Passagierflieger der Welt einmal täglich Düsseldorf mit dem Luftfahrtdrehkreuz Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Jetzt kommt täglich ein zweiter A380 dazu.

Nach Informationen unserer Redaktion aus dem Firmenumfeld von Emirates soll dieser ab Juli die bislang am Abend eingesetzte Boeing 777 auf der Strecke nach Dubai ersetzen. Ein Sprecher der Fluggesellschaft wollte dies am Dienstag weder bestätigen noch dementieren, verwies aber auf eine Pressemitteilung zu diesem Thema, die Emirates am Mittwoch an die Medien schicken werde.

Taufe vom A380 "Düsseldorf" am Flughafen FOTO: Bretz, Andreas

Während der bisherige A380 am Nachmittag (14.40 Uhr) fliegt, soll der zweite Riesenflieger abends (20.45 Uhr) ab Düsseldorf starten. Einen ähnlichen Schritt ist Emirates in München bereits gegangen. Dort gibt es seit Montag drei Verbindungen von Emirates täglich nach Dubai, ab dem 1. Juni sollen diese ebenfalls alle mit dem Riesenjet A380 bedient werden.

Für Emirates ist der Einsatz der größeren Maschine am Abend eine Kapazitätserweiterung um 30 Prozent, der Airbus fasst 520 Passagiere, knapp 170 mehr als die bislang eingesetzte Maschine von Boeing. Emirates nimmt in diesem Jahr weitere 21 Airbus A380 in die Flotte auf, der erste wurde kürzlich ausgeliefert. Bisher sind 72 der Riesen-Jets bei der arabischen Airline im Einsatz. Emirates ist damit der größte Betreiber des Flugmodells.

Weltgrößter Passagierjet fliegt täglich Düsseldorf an

Bereits im Sommer 2015 gab es Andeutungen auf einen zweiten Flieger dieser Art für Düsseldorf. "Es ist sehr realistisch, dass bald ein zweiter A380 Düsseldorf täglich anfliegen wird. Im Grunde ist das die logische Konsequenz und die natürliche Folge", hatte Emirates-Vorstand Thierry Antinori im RP-Interview gesagt. "Die stetig wachsende Nachfrage macht einen Wechsel von der Boeing auf das größere Airbusmodell A380 notwendig.

Während andere Airlines sich zurückziehen, wachsen wir in Düsseldorf", sagte der Emirates-Vorstand damals und spielte dabei auf den Konkurrenten Lufthansa an. Die größte deutsche Airline hatte vor einem halben Jahr mitgeteilt, dass sie den Direktflug zwischen Düsseldorf und Chicago einstellen wird und den Wartungsstützpunkt für Langstrecken-Flugzeuge nach München verlegt. "Für uns ist der Großraum Düsseldorf die strategisch stärkste Region im Herzen Europas", hatte Antinori beim Erstflug gesagt.

Spektakulär: A380 fliegt knapp an Heli vorbei

Der Flughafen hatte für fünf Millionen Euro eine dreifache Fluggastbrücke für den Airbus A380 gebaut. Da der Jet zwei Passagierebenen hat, war diese für eine reibungslose Abfertigung erforderlich. Über die Baumaßnahmen hinaus war für den A380-Betrieb auch der Einsatz größerer Fahrzeuge wie Tankwagen, Schlepper, Enteisungs- und Cateringfahrzeuge notwendig.

Theoretisch könnten auch andere Airlines mit dem A380 Düsseldorf anfliegen und die neue Fluggastbrücke nutzen. Die Lufthansa hat 14 A380 in ihrer Flotte, eine davon trägt den Taufnamen "Düsseldorf" und war bei ihrer Indienststellung einmalig in Düsseldorf. Derzeit gilt dies aber als unwahrscheinlich.

Das schnelle Wachstum der Fluggesellschaften aus dem arabischen Raum sehen deutsche Airlines, allen voran die Lufthansa, mit großer Skepsis. Große US-Linien werfen den staatlichen Airlines Emirates, Etihad und Co. vor, unfairen Wettbewerb zu betreiben - insbesondere in den Scheichtümern am Golf kostenlos zu tanken. Diese weisen die Vorwürfe stets von sich.

Quelle: RP
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