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Düsseldorf
Abgas-Skandal: Audi-Fahrer will Auto zurückgeben

Düsseldorf. Die sechste Zivilkammer am Düsseldorfer Landgericht muss sich jetzt in den VW-Abgasskandal einarbeiten. Am 28. Juni steht vor der Kammer die Klage eines Audi-Fahrers an, der den Kauf seines angeblich von den Manipulationen beim Abgastest betroffenen Wagens rückgängig machen will. Er fühlt sich vom Händler arglistig getäuscht.

Im Audi A4 Avant S 2.0 TDI ist ein Dieselmotor vom Typ EA 189 verbaut - und auch die Software, mit der beim Volkswagenkonzern die Abgaswerte manipuliert wurden. Deshalb verklagt der Mann den Düsseldorfer Händler auf Rückabwicklung des Kaufvertrags. Ein Umrüstungsangebot lehnt er ab, weil er fürchtet, dass sein Wagen dadurch langsamer werde und mehr Sprit verbrauche.

Das Gericht hat den Streitwert auf 42.038,64 Euro festgesetzt, zudem von der Forderung des Klägers für die bisherige Nutzung des Wagens 5900 Euro abgezogen. Der Kläger macht neben dem Kaufpreis auch einen über drei Jahre laufenden Servicevertrag geltend, der monatlich mit 9,99 Euro zu Buche schlage. Zudem habe er in einen Dachgepäckträger 240 und in Winterreifen plus Felgen 993,20 Euro investiert.

Nicht zum ersten Mal muss sich die Kammer in international aufsehenerregendes Geschehen einarbeiten: Im Februar erst wurde dort die Klage des katarischen Fußballverbands gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger verhandelt, der das Emirat als "Krebsgeschwür" des Fußballs bezeichnet hatte. Dieselbe Kammer verurteilte auch Kunstberater Helge Achenbach zu 20 Millionen Euro Schadenersatz an die Aldi-Erben.

(sg)
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