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Düsseldorf
Achenbach-Firmen schulden sich gegenseitig Geld

Achenbach sagt als Zeuge aus
Achenbach sagt als Zeuge aus FOTO: dpa, rwe fdt
Düsseldorf. Im 20-Minuten-Takt hat das Düsseldorfer Amtsgericht gestern zu Gläubigerversammlungen im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit mehrerer Unternehmen der Achenbach-Gruppe aufgerufen.

Zuletzt hatten die Gesellschaften "Beach Boat" und "Robinson & Freitag" (betrieben Monkey's Island im Hafen und ein Partyschiff, das nach ähnlichem Prinzip funktionieren sollte), "Kö 36" und die Monkey's Gastronomie-Verwaltungsgesellschaft sowie die Kunstberatung "State of the Art Art Advisory" Insolvenz angemeldet.

Keine dieser Gesellschaften besitze - anders als die drei Hauptgesellschaften, die wenige Wochen nach Helge Achenbachs Verhaftung im August Insolvenz angemeldet hatten - Kunstgegenstände oder Oldtimer, sagte Insolvenzverwalter Marc d'Avoine. Alle hätten auch offene Forderungen, die sich überwiegend aber gegen andere Firmen der Gruppe richteten. Nicht alle finanziellen Beziehungen seien geklärt, sagte der Insolvenzverwalter. "Ich habe nach wie vor keine Einsicht in Akten, die von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden, konnte diese demzufolge noch nicht untersuchen." Er habe inzwischen erneut Akteneinsicht beantragt. Die Gläubiger hätten ihn gestern beauftragt, die Insolvenzverfahren fortzusetzen.

Im Betrugsverfahren war Helge Achenbach am Montag vor einer Woche zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen haben die Anwälte des Kunstberaters Revision eingelegt, über die der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheiden muss. Achenbach war zudem zur Zahlung von Schadenersatz in zweistelliger Millionenhöhe an die Familie des verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht verurteilt worden, hat auch dagegen Rechtsmittel eingelegt.

(sg)