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Beschwerde der Staatsanwaltschaft
Achenbach kommt wohl erstmal nicht frei

Hintergrund: Das ist Helge Achenbach
Hintergrund: Das ist Helge Achenbach FOTO: Endermann, Andreas
Düsseldorf. Der wegen Betrugs verurteilte Ex-Kunstberater Helge Achenbach wird vielleicht doch nicht Anfang Dezember aus der Haft entlassen. Die Staatsanwaltschaft Essen hat sofortige Beschwerde eingelegt.

Das Landgericht Kleve hatte am 24.Oktober die bedingte Entlassung beschlossen. Die Reststrafe sollte zur Bewährung ausgesetzt werden. Als möglicher Entlassungstermin der Weihnachtsamnestie wurde zuvor der 8. Dezember genannt.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft in Essen gegen die Entscheidung sofortige Beschwerde eingereicht, wie Oberstaatsanwältin Anette Milk unserer Redaktion bestätigt. "Wir haben erst einmal Beschwerde eingelegt, um die Frist zu wahren", sagte sie am Montag. Die Behörde hatte dazu eine Woche Zeit. Die inhaltliche Begründung soll nachgeliefert werden.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun darüber entscheiden. Ein Zeitpunkt steht jedoch noch nicht fest. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung. Das heißt: Bis die Richter in Düsseldorf eine Entscheidung fällen, bleibt Achenbach in Haft.

Achenbach hatte im Juni 2017 die Hälfte seiner sechsjährigen Haftstrafe wegen Betrugs verbüßt. Wegen des enormen Schadens, den er verursacht hatte und weil er sein besonderes Vertrauensverhältnis zum verstorbenen Aldi-Nord-Erben Berthold Albrecht ausgenutzt hatte, war im Sommer ein Entlassungsgesuch abgelehnt worden. Dann bewertet das Landgericht die Angelegenheit anders.

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(top/sg/dpa)
 
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