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Düsseldorf
Achenbachs Resterampe wird im Netz versteigert

Düsseldorf. Über das Depot von Kunstberater Helge Achenbach ist viel geredet worden, zuletzt hatte die Szene eher naserümpfend über die Lagerbestände des wegen Betrugs verurteilen Beraters geurteilt, als die von einem Auktionator werbewirksam zur Sammlung deklariert wurden. Fest steht zumindest eins: Das Achenbachsche Lager ist nicht leerzukriegen. Auf zwei exklusive Auktionen in Düsseldorf und Köln, bei denen unter anderem 59 Immendorff-Affen angeboten wurden, war im vergangenen Jahr eine dritte für Großformate gefolgt, die angeblich beim ersten Ausverkauftermin zurückgehalten worden waren, darunter Werke von Martin Denker und von Thomas Struth und weitere Immendorff-Affen.

Zusammen sollen die Auktionen rund zehn Millionen Euro für den Insolvenzverwalter eingebracht haben. Auch im Juni 2016 versteigerte das Auktionshaus van Ham weitere Achenbach-Bestände, und es ist noch nicht Schluss: Morgen geht der Ausverkauf im Internet weiter.

Die Restbestände aus dem Lager in Heerdt hat sich der Berliner Online-Versteigerer Auctionata gesichert, und auch auf der Resterampe finden sich noch immer große Namen: Georg Baselitz, Heinz Mack, Imi Knoebel, A.R.Penk etwa, zu einem Gesamtschätzpreis von 160.000 Euro. Die Online-Versteigerung beginnt um 14 Uhr, Registrierung und Vorbesichtigung unter www.aucitionata.com.

Selbst wenn morgen alles verkauft werden sollte, sind die Bestände nicht erschöpft: Eine weitere Achenbach-Online-Auktion ist schon in Planung.

(sg)
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