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Serie Sportliches Düsseldorf
Acht Athleten fahren zu den Spielen nach Rio

Düsseldorf. Düsseldorfer Lokalpatrioten werden bei den Olympischen und den Paralympischen Spielen reichlich Arbeit haben. Mindestens acht Sportler aus der Landeshauptstadt fahren nach Rio. Schwerpunkte für die Daumendrücker in der Heimat sind die Disziplinen Tischtennis und Hockey. Mit kleinen Schlägern im Gepäck reisen Timo Boll, Patrick Franziska, Sandra Mikolaschek, Thomas Schmidberger und Jochen Wollmert in die brasilianische Metropole. Im Hockey-Team stehen Lisa Marie Schütze, Selin Oruz und Annika Sprink. Mindestens theoretisch können sich auch noch Leichtathletinnen aus dem Düsseldorfer Team Rio qualifizieren. Von Christian Herrendorf

Die acht Athleten stammen aus einer 14-köpfigen Gruppe, die die Sportstadt mit Blick auf die Olympischen Spiele unterstützt. Das Team Rio bildet damit die Spitze eines Programms, das mit dem "Junior Elite Team" in den Nachwuchsklassen beginnt. Zwischen beiden Gruppen soll es künftig eine weitere geben, die Sportler betreut, die am Übergang vom Jugend- zum Profi- sportler stehen. Die Spitzensportförderung ist ausdrücklich nicht für Fußballer gedacht.

Die Förderung des Spitzensports ist in Düsseldorf finanziell gut aufgestellt. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Peter Kluth, ehrenamtlicher Berater des Oberbürgermeisters, hatten im Frühjahr erklärt, dass die Fördersumme verdoppelt werden konnte. Gut 20 Unternehmen, darunter drei städtische Töchter, stellen für die kommenden drei Jahre insgesamt eine Million Euro zur Verfügung, mit denen die Sportstadt ihre Besten fördern soll. Diese Summe kommt zu den rund 360.000 Euro, die bisher jährlich aus dem städtischen Etat in die Förderung des Spitzensports fließen. "Rund 50 Sportler werden in den Genuss dieser zusätzlichen Mittel kommen", sagte Hintzsche damals.

Letztlich geht es bei allen Programmen darum, Spitzennachwuchs in Düsseldorf zu halten oder sie sogar hierher zu locken. Wesentlicher Baustein dieses Ansatzes ist eine Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Kreishandwerkerschaft. Gemeinsam wollen die Partner duale Karrieren von jungen Leistungssportlern ermöglichen. Die Kammern helfen deshalb bei der Suche und Vermittlung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen.

Quelle: RP
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