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Düsseldorf
Adele gegen Buh-Rufe für Düsseldorf

Düsseldorf. Der Popstar verteidigte ein Mädchen, dessen Heimatstadt auf Ablehnung stieß.

Die britische Popsängerin Adele (28) hat beim ersten ihrer beiden Konzerte in der Lanxess-Arena in Köln die rheinische Städtefeindschaft kennengelernt - und sie konnte damit rein gar nichts anfangen. Als sie die zehnjährige Zuschauerin A'lia auf der Bühne nach ihrer Heimatstadt fragte, antwortete das Mädchen "Düsseldorf" - für einige Zuschauer ein Grund zu Buh-Rufen. Adele reagierte entschlossen: "Shut up", befahl sie in Richtung der Buh-Rufer und wies darauf hin, dass das Mädchen gerade einmal zehn Jahre alt ist. Später ließ sie noch einen Rat für alle Anhänger der Städterivalität folgen: "Get over it!" (deutsch: "Kommt darüber hinweg!")

Die junge Anhängerin des Pop-Stars hatte vor 16.000 Zuschauern einen besonderen Moment erlebt: Adele rief sie auf die Bühne, plauderte mit ihr, zum Abschluss kam die Mutter für ein gemeinsames Selfie dazu. Das Mädchen antwortete auf die Fragen der Sängerin trotz Aufregung souverän in Englisch - und durfte sich deshalb über ein Lob des Superstars freuen.

A'lia und ihre Mutter machten ein Selfie mit dem Superstar. FOTO: yOUTUBE

Als Mädchen und Mutter die Bühne verließen, rätselte die Sängerin noch immer über die Reaktion des Publikums. "Warum ist das so? Gibt es einen Wettbewerb?", fragte Adele, die lange Ansagen zwischen ihren Songs schätzt. Die Mutter aus Düsseldorf antwortete im Weggehen: "Das ist halt so." Adele fühlte sich im weiteren Nachdenken über den Vorfall sogar erinnert an "Bridge of Spies" mit Tom Hanks. Der Film erzählt von einem Agentenaustausch - allerdings nicht im Rheinland, sondern zwischen Ost- und Westberlin. Zu weiteren historischen Überlegungen kam es nicht mehr: Adele begann das nächste Lied.

Die Sängerin ist mit ihrer 20-köpfigen Band auf Welttournee, die beiden Auftritte in Köln waren seit langem ausverkauft gewesen. Adele hatte vor den Buh-Rufen sogar dem Kölner Lokalpatriotismus geschmeichelt: Zum Song "Hometown Glory" ließ sie Bilder des Kölner Doms auf der Videoleinwand einspielen.

(arl)
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