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Düsseldorf
Ärger über Klassikkonzert während des Marathons

Düsseldorf. Ausgerechnet für den Sonntagvormittag laden die Symphoniker zum Konzert - während rings um die Tonhalle rund 16.000 Läufer beim Marathon unterwegs sind. Das Konzerthaus ist deshalb für Autos nicht zu erreichen, nur die Stadtbahn fährt wie gewohnt. Das ärgert Besucher.

"Das ist ein starkes Stück", sagt etwa Marianne Reichert. Sie sei nicht gut zu Fuß und fahre deshalb immer mit dem Taxi zu den Konzerten, berichtet die Symphoniker-Abonnentin. Nun steht sie vor der Entscheidung, ob sie sich die Anfahrt mit der U-Bahn zutraut. "Ich habe nichts gegen den Marathon, aber das hätte man besser organisieren können." Auch bei der städtischen Tourismus-Gesellschaft DMT ist man verwundert. "Der Termin für den Marathon steht seit langem fest", sagt ein Sprecher.

Das weiß auch Michael Becker. Die Kollision habe sich trotzdem nicht vermeiden lassen, sagt der Tonhallen-Intendant. Grund sei, dass der Marathon seit 2012 bereits am letzten April-Wochenende und damit eine Woche früher stattfindet. "Wir konnten die Planungen für das Konzert an diesem Sonntag dann schon nicht mehr stoppen." Die Verträge mit Künstlern und Komponisten seien so lange im Voraus geschlossen worden. Die Erfahrung zeige aber glücklicherweise, dass die Besucher sich auf solche Besonderheiten einstellten. Das habe auch der 13. März gezeigt: Damals gab es in der Tonhalle auch ein Konzert - an dem Mittag, als der Rosenmontagszug nachgeholt wurde.

Der Intendant bietet unsicheren Besuchern für den Sonntag an, dass Mitarbeiter der Tonhalle sie an der U-Bahn-Station abholen. Er bittet Interessenten, sich bei der Tonhalle vorher zu melden. Die Rückfahrt sollte keine Probleme machen - dann sind die Sperrungen für den Marathon laut Zeitplan bereits wieder aufgehoben.

(arl)
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