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Serie Macher Vom Rhein
Agentur für Firmenkultur

Düsseldorf. Die Unternehmensberaterinnen Iris Slomma und Marion Oligschläger helfen Chefs und Mitarbeitern mittelständischer Unternehmen dabei, das soziale Miteinander im Team zu verbessern. Von Beate Werthschulte

Unter Resilienz verstehen wir in der Regel die Fähigkeit, nicht nur Herausforderungen zu meistern, sondern auch Krisen zu bewältigen und diese als Chance zu begreifen, um gestärkt aus ihnen hervorzugehen: eine Eigenschaft, die auch in der Wirtschaft gefragt ist. Die Düsseldorfer Agentur Connviva bietet mittelständischen Unternehmen - ab einer Größe von zehn Angestellten - Schulungen und Seminare an, die Führungskräften und Mitarbeitern zu mehr Resilienz verhelfen sollen. Die Inhaberinnen Iris Slomma und Marion Oligschläger waren viele Jahre befreundet, als sie im Januar 2015 ihre Agentur gegründet haben. Slomma ist seit 1992 freiberuflich als Therapeutin und Erwachsenenpädagogin tätig. Sie hat sich 2014 nach einjähriger Ausbildung zusätzlich als Resilienztrainerin zertifizieren lassen.

"Mir war schon häufig aufgefallen, dass Führungskräfte zwar meistens fachlich gute Arbeit leisten, oftmals aber nicht über ausreichende Führungsqualitäten verfügen. Insbesondere an der Kommunikation mit den Mitarbeitern mangelt es immer wieder", sagt sie. Gerade der Führungsstil trage zur Motivation der Mitarbeiter bei, insbesondere eine resiliente Führung, die sich um Fähigkeiten und Talente kümmere, führe ein Unternehmen zum Erfolg. Oligschläger kommt aus der Wirtschaft und hat viele Jahre als Personalerin im Management einer Steuerberatungskanzlei gearbeitet. Daneben war sie freiberuflich Beraterin im Bereich Kanzleimanagement und ist wie Slomma zu der Überzeugung gekommen, dass es in mittelständischen Unternehmen häufig an einer Führungskultur fehlt, weil Mitarbeiter nicht genug Anerkennung erfahren. Oftmals funktioniere dann auch das soziale Miteinander in Teams nicht: Es komme zu Mobbing oder Streit.

Seit Gründung ihrer Agentur beraten und schulen die beiden Frauen nun ausschließlich gemeinsam. Ihre Kunden kommen, aufgrund der guten Kontakte von Oligschläger, derzeit vor allem aus der Steuerberaterbranche. Zukünftig wollen sie aber branchenübergreifend tätig sein, denn, so Slomma, beispielsweise im pädagogischen und pflegerischen Bereich sei der Bedarf ebenfalls groß.

Wird die Agentur gebucht, beginnen die Inhaberinnen zunächst einmal mit einer Bestandsaufnahme des Unternehmens. Arbeitsatmosphäre, Führungsstil und Unternehmenskultur werden durchleuchtet und Gespräche nicht nur mit den Führungskräften, sondern mit sämtlichen Mitarbeitern geführt. Danach beginnt die eigentliche Arbeit, in Resilienz-Seminaren und Workshops werden Alltagsituationen besprochen, Alternativen zu bestehenden Verhaltensweisen und ein anderer Umgang miteinander erarbeitet. Hierzu treffen sich Agentur und Unternehmen über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr ungefähr alle vier bis sechs Wochen, jeweils einen Tag lang. "Übrigens werden unsere Beratungen durch das ,Förderangebot Potenzialberatung' des Landes NRW unterstützt", erklärt Oligschläger. "Bei Bedarf helfen wir unseren Kunden bei der Antragstellung."

Neben Workshops und Schulungen für Firmen halten die beiden Frauen gemeinsam Vorträge zum Thema Resilienz und bieten zudem Wochenendseminare für alle Interessierten an. Die Teilnehmer sollen lernen, sich von Krisen nicht aus der Bahn werfen zu lassen und, so Slomma, mit den alltäglichen Widrigkeiten gelassener umzugehen.

Quelle: RP
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