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Düsseldorf
Airport: Grünes Licht für Parkpositionen

Düsseldorf: Airport: Grünes Licht für Parkpositionen
Durch den Wegfall von insgesamt 14 Abstellpositionen war nach Auffassung der Flughafenverwaltung die Errichtung von Vorfeldflächen im westlichen Flughafengelände erforderlich. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Die 14 Abstellpositionen für Flugzeuge auf dem Vorfeld des Airports sind von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek genehmigt worden. Nun wollen die Fluglärmgegner dagegen klagen. Sie fürchten mehr Lärm in Lohausen und Stockum. Von Thorsten Breitkopf

Das NRW-Verkehrsministerium hat dem Antrag des Düsseldorfer Flughafens zu Ersatzflächen für Flugzeug-Abstellpositionen im westlichen Vorfeldbereich des Airports grünes Licht gegeben. "Wir begrüßen die Entscheidung der Planfeststellungsbehörde. Der Beschluss schafft nun Klarheit für alle Beteiligten", sagt Flughafengeschäftsführer Thomas Schnalke.

Das Projekt soll nun schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden. Der Flughafen rechnet allerdings mit Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss. Daher gelte es zuvor noch, zumindest die Eilverfahren abzuwarten. Thomas Schnalke: "Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass der Beschluss Bestand hat. Auswirkungen auf das Planfeststellungsverfahren zur Kapazitätserweiterung sehen wir keine."

Durch den Wegfall von insgesamt 14 Abstellpositionen war nach Auffassung der Flughafenverwaltung die Errichtung von Vorfeldflächen im westlichen Flughafengelände erforderlich. Die gesamte Baumaßnahme umfasste drei Bauabschnitte. Der erste, den das Ministerium mit Negativattest zugelassen hatte, wurde im Dezember 2009 fertiggestellt und auch in Betrieb genommen. Für die Bauabschnitte zwei und drei hatte der Flughafen im August 2008 ein Planfeststellungsantrag beim Verkehrsministerium gestellt und im August 2010 vervollständigt.

Die Fluglärmgegner fürchten, dass die Erhöhung der Zahl der Abstellpositionen eine verdeckte Erhöhung der Kapazität an Starts und Landungen am Airport ist. "Wir werden unverzüglich Klage beim Oberverwaltungsgericht erheben und natürlich auch einen Eilbeschluss beantragen", sagt Christoph Lange, Vorsitzender des Vereins Bürger gegen Fluglärm. Laut Lange dienten die Parkpositionen der "enormen Erhöhung der Nachtlandungen im Jahre 2005". Und der Fluglärmgegner gibt sich siegessicher: "Das Gericht wird diesem Expansionswahnsinn, der zu Lasten aller anderen nordrhein-westfälischen Airports geht und ausschließlich dem Urlaubs- und Billigsegment dient, ein Ende setzen." Er bemängelt außerdem, dass zwölf von 14 Positionen schon gebaut und benutzt wurden, lange bevor das Verfahren abgeschlossen wurde.

Formell hat die Erhöhung der Zahl der Abstellpositionen nichts mit der geplanten Ausweitung der Zahl an Starts und Landungen zu tun. Der Flughafen hat beim NRW-Verkehrsministerium ebenfalls beantragt, künftig in den Spitzenzeiten 60 statt wie bislang 47 Flugbewegungen pro Stunden durchführen zu können. Grund sei auch ein steigendes Passagieraufkommen.

Quelle: RP
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