| 00.00 Uhr

Düsseldorf
Akki - seit 30 Jahren ein Paradies für Kinder

Düsseldorf: Akki - seit 30 Jahren ein Paradies für Kinder
Künstlerische Projekte - auch im Volksgarten - haben eine lange Tradition beim Akki. Hier ein Kunstcamp, bei dem Bäume bemalt wurden.
Düsseldorf. Gegründet wurde er 1985: Seitdem hat sich der Verein "Aktion und Kultur mit Kindern" mit kreativen und pädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche etabliert. Die Angebote schätzt man inzwischen auch außerhalb der Stadt. Von Semiha Ünlü

Wenn eine Abkürzung keinerlei Erklärung mehr bedarf, dann kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass sich der Namensträger in weiten Kreisen der Gesellschaft etabliert hat. Mit dem Akki ist es so, und so verwundert es nicht, dass man zum 30-jährigen Bestehen in diesem Jahr selbstbewusst in seinem Logo auf die Erklärung der Abkürzung verzichtet.

Dass es mal so weit kommen würde, daran hatte bei der Gründung des Vereins vor 30 Jahren wohl niemand auch nur im Entferntesten geglaubt. Von der "Platzmacher"-Aktion für den Kinderschutzbund in Mettmann 1985 bis zu hochkarätigen Mitmach-Ausstellungen, dem "Düsseldörfchen", einer von Kindern selbst organisierten Stadt, Kunstcamps, Medien-Workshops für Kinder und Jugendliche, Sommertheater im Park und vielem mehr war es ein weiter Weg. Auch geografisch, denn ursprünglich war der Verein im leerstehenden Ostflügel von Schloss Benrath untergebracht, bevor er im Jahr 1992 an die Börnestraße und schließlich 1994 in die damals leeren Buga-Pavillons im Südpark zog. "Endlich hatten wir dann genug Platz, um unsere Ideen zu realisieren", sagt Hans-Peter Rams, der seit Anfang an dabei ist.

Seit 1989 eine der beliebtesten Aktionen im Sommer: das Düsseldörfchen.

"Das Akki ist eine Jugendkunstschule, die eigentlich keine Schule ist", beschreibt Christoph Honig, einer der Initiatoren des Vereins, das Selbstverständnis. "Kultur - sowohl Hoch- als auch Alltagskultur - wird bei uns im Spiel für die Kinder und Jugendlichen erlebbar und von den Kindern auch eigenständig entwickelt. Wir schaffen dafür nur die Räume", meint Honig. Ein gutes Beispiel dafür ist das "Düsseldörfchen", die "Kinderstadt" im Volksgarten, bei der sich die Kinder mit demokratischen Gepflogenheiten vertraut machen (es gibt zum Beispiel einen Bürgermeister, auch eine eigene Währung) und sie ausprobieren. Jeder bringt sich nach Interesse und Talent in die "Stadt" ein - als Handwerker, Künstler oder eben Politiker. Das Düsseldörfchen wird für die Kinder so mehrere Wochen lang im Sommer zu einem Lernraum mit realen Zügen.

Zum 30-Jährigen bietet das Akki ein Programm aus 22 Projekten, Aktionen und Workshops. Höhepunkte sind das "Sommertheater im Park" (jeweils sonntags, 14. Juni bis 19. Juli, Teilnahme frei). Als Dankeschön an die vielen Düsseldorfer, die in den vergangenen Jahren die kulturelle Bildungseinrichtung besucht oder auf andere Art unterstützt haben, wird die Anzahl der Theateraufführungen verdoppelt: So wird es jeweils um 11 und um 15 Uhr Vorstellungen für Kinder geben. Das Düsseldörfchen wird vom 29. Juni bis 17. Juli von Kindern aufgebaut (Anmeldungen ab 18. April) und auch Kunstcamps stehen auf dem Programm. So ist das Akki auch in diesem Jahr wieder ein Paradies für Kinder.

Die Mitmach-Ausstellungen werden längst nicht mehr nur von Kindern aus Düsseldorf besucht. Bundesweit haben mehr als 570 000 Besucher die Ausstellungen in 60 Museen, Messen und Kulturzentren gesehen. FOTO: Akki

Alle Aktionen auch auf: www.akki-ev.de

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: Akki - seit 30 Jahren ein Paradies für Kinder


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.