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Düsseldorf/Essen
Albrecht-Erben klagen erneut gegen Achenbach

Helge Achenbach am Tag des Urteils
Helge Achenbach am Tag des Urteils FOTO: dpa, ve fpt
Düsseldorf/Essen. Kein Ende in Sicht im Rechtsstreit zwischen den Erben des verstorbenen Kunstsammlers Berthold Albrecht (Aldi-Nord) und dem wegen Betrugsverdachts inhaftierten Helge Achenbach. Kommende Woche beginnt der nächste Prozess, Albrechts fordern 980 000 Euro Schadenersatz von Helge und dessen Frau Dorothee Achenbach.

Ihr soll der Kunstberater eine Gruppe von vier Munoz-Skultpturen geschenkt haben, die sie später an Albrecht verkaufte. Dessen Erben behaupten nun, die Skulpturen seien nicht autorisierte Nachgüsse und somit Fälschungen. Kunstberater Helge Achenbach hatte vor 15 Jahren 22 Munoz-Skulpturen an einen Versicherungskonzern vermittelt.

Achenbach sagt als Zeuge aus FOTO: dpa, rwe fdt

Vom Künstler soll er vier Exemplare eines zweiten Gusses bekommen haben. Dieses "Conversation Piece" aber sei nicht zertifiziert und werde nicht als echt anerkannt - das hätte Kunsthistorikerin Dorothee Achenbach wissen müssen, heißt es in der Klage, mit der die Erben den Kaufpreis abzüglich 20.000 Euro Materialwert zurückfordern. Achenbachs Anwälte sagen, dass auch andere Munoz-Werke keine Zertifikate haben - eines gehöre der Kunstsammlung NRW.

(sg)
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