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Düsseldorf
Alessia geht jetzt in die Eisbären-Klasse

Düsseldorf: Alessia geht jetzt in die Eisbären-Klasse
Alessia (vorne) und ihre Freundin Jill haben sich am ersten Tag ihre Plätze in der Eisbären-Klasse ausgesucht. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Alessia Alterio besucht seit gestern die Joachim-Neander-Grundschule in Rath. Richtigen Unterricht gab es am ersten Tag noch nicht. Von Sarah Schneidereit

Die älteren Grundschüler der Joachim-Neander-Schule in Rath standen gestern Spalier und sangen "Viel Glück und viel Segen", als die neuen i-Dötzchen über den Schulhof in die Aula gingen. Mitten unter ihnen Alessia Alterio, die nun die Klasse 1a besucht. Die Sechsjährige hatte sich für ihren großen Tag extra schick gemacht. Im neuen schwarz-rosa-karierten Kleid und mit schwarzen Lackschühchen lief sie sichtlich stolz an der Hand ihrer Mutter. Von ihrer zukünftigen Klassenlehrerin bekam sie an der Eingangstür zum Schulgebäude einen Anstecker mit ihrem Namen und einem Eisbären darauf geschenkt. Das Tier soll zeigen, dass Alessia ein Teil der Eisbären-Klasse ist.

Auch wenn sich am Einschulungstag alles um die Sechsjährige drehte, war sie gar nicht so aufgeregt, wie man annehmen könnte. "Ich habe in der letzten Nacht sogar richtig gut geschlafen", sagte Alessia. Ein bisschen nervös war sie an ihrem großen Tag dann schon. Vor allem die Wartezeit zwischen dem Schulgottesdienst und der eigentlichen Einschulungsfeier in der Aula kam ihr zu lang vor. Immer wieder lief die frischgebackene Grundschülerin zwischen ihrer Mutter und ihrer Tante hin und her.

Die Feier für die neuen Erstklässler wurde von den Schülern der dritten Klassen gestaltet, die sich auch als Paten in den nächsten Wochen um die i-Dötzchen kümmern werden. Ihre Patin, die vor den Sommerferien auch einen Brief an sie geschrieben hat, kennt Alessia bereits aus dem Kindergarten. "Nur ihren Namen habe ich vergessen."

Nach ein paar Begrüßungsliedern forderte die Schulleiterin Christina Mecklenbeck die i-Dötzchen auf, ihre Schultüten hochzuhalten: "Eure Eltern haben sich ganz viel Mühe gegeben, also zeigt sie mal her." Mit der Hilfe ihrer Tante reckte Alessia ihre grüne Schultüte mit einem Fuchs darauf empor. Den Inhalt der Tüte hatte sie sich bereits am Morgen ganz kurz ansehen dürfen. "Da ist ein Apfel, eine Banane, ein bisschen Schokolade, ein Federmäppchen und ein Dino-Ei drin", sagte sie. "Wir haben auch noch eine Geldbörse zum Umhängen, ein kleines Notizheft und ein Lernbuch reingetan", ergänzte Mutter Rachele Alterio, die ebenfalls die Joachim-Neander-Schule besucht hat.

Nach knapp einer halben Stunde war es endlich soweit: Die 26 Kinder der Eisbären-Klasse wurden nach vorne gerufen, um mit ihrer Lehrerin Lucina Crom-Usinger in ihr Klassenzimmer zu gehen. Schnell schulterte Alessia ihren Rehkitz-Tornister und machte sich auf den Weg. Obwohl die Eltern in der Aula bleiben sollten, musste sie nicht allein gehen, da ihre Kindergarten-Freundin Jill ebenfalls ein "Eisbär" ist. Hand in Hand liefen die beiden Mädchen in den ersten Stock. Dabei schauten sie sich ganz genau die vielen Bilder auf den Fluren an.

Angekommen im Klassenzimmer, durfte sich jeder einen Platz aussuchen. Alessia setzte sich natürlich neben Jill. Richtiger Unterricht stand für die beiden aber noch nicht auf dem Plan. "Ich möchte euch heute nur eine kleine Geschichte erzählen", sagte die Klassenlehrerin der 1a und versammelte die Kinder in einer Art Stuhlkreis auf dem Boden um sich. Nach der ersten kleinen Schulstunde feierte Alessia ihre Einschulung noch mit ihrer Familie in einem Restaurant. Dass der erste Tag in der Joachim-Neander-Schule nur so kurz war, störte sie nicht wirklich. "Dafür kann ich ja morgen wieder hin."

Quelle: RP
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