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Düsseldorf
Alle zwei Tage kommen 1200 Flüchtlinge am Fernbahnhof an

Düsseldorf. Düsseldorf ist in seiner Rolle als Drehkreuz für Flüchtlingszüge nach NRW wieder stärker gefordert. Seit dem Wochenende kommen wieder an jedem zweiten Tag zwei Züge mit zusammen jeweils bis zu 1200 Menschen am Flughafen-Fernbahnhof an. In den vergangenen Wochen war es nur einer alle zwei Tage gewesen. In Düsseldorf werden die Flüchtlinge kurz versorgt und dann in andere Kommunen weitergeleitet. Wenn die Landeshauptstadt nicht an der Reihe ist, erfüllt die Stadt Köln diese sogenannte Drehkreuz-Aufgabe. Von Arne Lieb

Die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch hatte in der vergangenen Woche wegen der höheren Zahl von Flüchtlingszügen noch einmal zu ehrenamtlicher Mitarbeit aufgerufen. Engpässe bestehen aber nicht. "Es sind so viele Rückmeldungen gekommen, dass wir gar nicht alle Freiwilligen berücksichtigen konnten", sagt Koch. Vor allem Dolmetscher für die Sprachen Farsi, Arabisch, Kurdisch, Persisch und Urdu wurden gesucht. 40 Interessenten trafen sich zur Vorbereitung im Rat. An jedem Tag sind 45 Ehrenamtler am Flughafen im Einsatz, um die hauptamtlichen Helfer zu unterstützen, dazu rund 30, ebenfalls ehrenamtliche Dolmetscher.

Von den professionellen Helfern der Feuerwehr, die ebenfalls am Fernbahnhof im Einsatz ist, gab's am Sonnabend großes Lob: "Das Helferteam am Fernbahnhof leistet einen Top-Job. Und das an jedem zweiten Tag. Ohne dieses große Engagement könnte Düsseldorf die Flüchtlingshilfe nicht so professionell abwickeln. Wir danken allen, die sich für die humanitäre Hilfe einsetzen."

Auch im kommenden Jahr wird Düsseldorf eines der beiden Drehkreuze bleiben, dann aber unterstützt von der Stadt Essen, die ihren Hauptbahnhof nicht füg geeignet hielt, so viele Menschen auf einmal zu empfangen und zu betreuen. Ehren- und Hauptamtler sollen stattdessen in Düsseldorf helfen, informieren sich deshalb schon jetzt bei den laufenden Einsätzen. Durch ihre Hilfe werden die Düsseldorfer nach dem Jahreswechsel deutlich entlastet. Gute Sache, meint Miriam Koch; "Das ist eine ganz neue Form t der kommunalen Zusammenarbeit."

Quelle: RP
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