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Düsseldorf
Alte Kämmerei: CDU zweifelt an Investorenmodell

Düsseldorf. Die Debatte über den richtigen Weg zur aufwendigen Sanierung der Alten Kämmerei in direkter Nachbarschaft zum Rathaus wird erst in der Ratssitzung am 7. Juli stattfinden. Im Bauausschuss hat der beauftragte Gutachter Andreas Weidemann das Ergebnis seiner Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgestellt. Verglichen hat er eine Sanierung durch die Stadt selbst und ein Investorenmodell in Öffentlich-Privater Partnerschaft. Dabei soll mit einem Investor ein Erbpachtvertrag mit 50 Jahren Laufzeit geschlossen werden. Der Investor, der über eine Ausschreibung gesucht werden soll, saniert das Gebäude, die Stadt als Nutzerin verpflichtet sich im Gegenzug 30 Jahre zu Mietzahlungen. Dadurch ergebe sich eine Einsparung von 2,3 Millionen Euro gegenüber der städtischen Sanierung.

Der Ausschussvorsitzende Andreas Hartnigk (CDU) wies darauf hin, dass sich dieser Vorteil nur ergebe, wenn der Investor zu 100 Prozent Steuervorteile durch den Denkmalschutz, unter dem das Gebäude steht, geltend machen könne. Dies sei aber nicht garantiert. Zudem kritisiert Hartnigk, dass die monatlich anfallenden Kosten für den Leerstand des Gebäudes (rund 150.000 Euro) nicht eingerechnet seien. Denn der Zuschlag für einen Investor soll erst im Laufe 2017 erfolgen.

(dr)
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