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Düsseldorf
Altstadt-Schlägerei: Polizei schließt politisches Motiv bisher aus

Altstadt-Schlägerei Düsseldorf: Polizei-Ermittlungen dauern an
Dieses Bild zeigt Besucher vor dem "Papidoux" kurz nach dem Angriff. Die Polizei sicherte die Lage, die mutmaßlichen Angreifer waren aber verschwunden. FOTO: Niclas Ehrenberg
Düsseldorf. Zwei kurze, massive Angriffe einer aggressiven Gruppe auf eine andere Gruppe und mehrere Verletzte – viel mehr ist nicht bekannt von der Massenschlägerei am Freitag auf der Liefergasse. Die Polizei geht bisher nicht von einem politischen Motiv aus. 

In der Kneipe "Papidoux" hatte Rocco (der seinen vollen Namen nicht öffentlich lesen möchte) Dienst, als kurz nach 22.30 Uhr einige Punks ins Lokal gerannt seien und "Nazis, Nazis" gerufen hätten. "Ob da rechte Parolen geschrien wurden, weiß ich nicht", sagt Rocco. "Aber verfolgt wurden die Leute ganz sicher. Kaum hatten wir die Türen zugemacht, wurde von draußen dagegen getreten."

Die Angreifer seien verschwunden, hätten dann aber erneut versucht, ins Lokal einzudringen. "Zum Glück haben wir massive Türen", sagt Rocco, der mit seinem Team anschließend mehrere Verletzte versorgte. Auch der Mannschaft des "Papidoux" seien am Wochenende Gerüchte bekanntgeworden, wonach sich Links- und Rechtsextremisten zu einer Prügelei verabredet hätten.

Letztlich aber seien es vor allem "ganz normale Leute" gewesen, die sich bedroht gefühlt hätten. Die Angreifer waren beim Eintreffen der Polizei, die wegen des Fortuna-Spiels mit großem Aufgebot in der Stadt war, verschwunden. Die bisherigen Ermittlungen hätten politische Motive nicht bestätigt, heißt es.

(sg)
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