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Düsseldorf
"Am Andreashof" nicht gewünscht

Düsseldorf. Straße im neuen Andreas-Quartier soll jetzt "Am Alten Amtsgericht" heißen.

Eigentlich schien es in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 schon beschlossene Sache zu sein, der Privatstraße im neuen Andreas-Quartier in der Altstadt zwischen Neubrück- und Ratinger Straße den Namen "Am Andreashof" zu geben. Immerhin war das der ausdrückliche Wunsch des Investors Frankonia. Der Name solle für das bestehende Bauprojekt identitätsstiftend wirken und zur besseren Orientierung zu den an der Privatstraße errichteten Innengebäuden dienen.

Annette Klinke (Grüne) empfand die Namensgebung jedoch als wenig gelungen, appellierte an das historische Gedächtnis und schlug vor, die Straße "Am Alten Amtsgericht" zu nennen, um an das Gebäude zu erinnern, dass zuvor an dieser Stelle fast ein Jahrhundert stand. Parteikollege Jürgen Kamenschek unterstützte den Vorschlag, "denn man muss nicht immer denen folgen, die Straßennamen als geschichtsvergessenes Marketinginstrument nutzen", erklärte er mit Hinweis auf das neue Viertel "Le Flair" in Derendorf.

Andreas Schendel (CDU) kritisierte jedoch, die Bezeichnung "Am Alten Amtsgericht" könnte für Verwirrung bei der Eingabe in Internet-Suchmaschinen oder Navigationsgeräten sorgen und Autofahrer womöglich zum Oberbilker Markt lotsen. André Simon (CDU) warf Kamenschek sogar "Investoren-Bashing" vor. Da aber, wie sich herausstellte, der Platz hinter der Andreaskirche im Volksmund bereits Andreashof genannt werde, soll die Idee der Grünen nun in der Verwaltungskonferenz intensiv beraten werden.

(arc)
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