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Analog ist auch nicht schlecht

Düsseldorf. stefani.geilhausen @rheinische-post.de

Windows-Nutzer kennen das. Erst das Update, dann der Absturz. Das war bei der Rheinbahn gestern für viele ärgerlich, keine Frage, aber es war auch keine Katastrophe (vielleicht auch nur, weil Ferien sind). Trotzdem ein Grund, mal darüber nachzudenken, wie abhängig wir uns von hochkomplexer Technik machen.

Es ist ja nicht nur die Rheinbahn, die sich ein System angeschafft hat, dass sehr viel kann - und entsprechend viel zum Stillstand bringt, wenn es mal ausfällt. Wir fahren bequem nach Navi statt nach Orientierungssinn. Und kennen Omas Telefonnummer nicht, wenn das Smartphone keinen Strom hat. Und wir vertrauen doch auch blind der Computerschrift auf der Bahn, die behauptet, sie würde zur Arena fahren - auch wenn wir genau wissen, dass aus Benrath keine Bahn jemals zur Arena fährt.

Ein bisschen analog täte uns allen gut. Es schadet nichts, Karten lesen zu können, auch wenn man ein Navi hat. Den Fahrer zu fragen, ob es wirklich die U78 ist. Oder die alten Linienschilder in Bussen und Bahnen einfach immer dabeizuhaben.

Quelle: RP
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