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Düsseldorf
Anlieger sauer über Sperrung der Großkreuzung

Düsseldorf: Anlieger sauer über Sperrung der Großkreuzung
FOTO: Bernd Schaller
Düsseldorf. Heute informiert die Stadt, wie sie ein Verkehrschaos bei der Vollsperrung der Kreuzung Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße vermeiden will - im Vorfeld kritisieren Händler und Hauseigentümer, nicht rechtzeitig über die im Januar anstehenden Bauarbeiten informiert worden zu sein.

"Es ist unstrittig, dass der Umbau der Kreuzung nötig ist", sagt der Vorsitzende der Immobilien- und Standortgemeinschaft Graf-Adolf-Straße (ISG), Hans-Günther Oepen. "Es wäre aber schön gewesen, wenn wir davon nicht erst aus der Zeitung erfahren hätten."

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In gemeinsamen Gesprächen mit Händlern und Anwohnern hätte man sicher die Planung verbessern können, meint Oepen. "Wir kennen uns schließlich auf der Straße aus." Nun werde man sogar erst nach der für Mittwoch anberaumten Pressekonferenz erfahren, wie die Umleitungen gestaltet werden. Der Hotelier Oepen ("Stage 47") kritisiert, dass er seinen Gästen erst kurzfristig mitteilen kann, wie sie das Hotel im Januar erreichen können. Er befürchtet Stornierungen. Auch andere Mitglieder der ISG rechnen mit Einbußen - und das, wo die Straße in diesem Jahr bereits unter den vielen Sperrungen für die rechtsextremen Dügida-Aufzüge zu leiden hatte.

Fotos: Historische Bilder: Großbaustellen in Düsseldorf FOTO: Stadtarchiv Düsseldorf

Die rund zweiwöchige Vollsperrung der zentralen Kreuzung ist nötig, da noch Gleise vor dem Start der Wehrhahn-Linie verlegt werden müssen. Eigentlich sollte das längst geschehen sein, die Stadt wartete aber noch auf Bauteile. Nun sind die Arbeiten im verkehrsreichen Januar geplant. Am 4. Januar sollen sie beginnen. Die Kreuzung wird dann für den Autoverkehr und die fünf Straßenbahn-Linien komplett gesperrt. Seit Wochen arbeiten Stadt und Rheinbahn an Umleitungen, auch andere Akteure wie Feuerwehr und Awista sind eingebunden.

Das entsteht am Corneliusplatz FOTO: Schweitzer

Klar ist: Für die mit rund 60.000 Fahrzeugen am Tag ohnehin überlastete Kreuzung lässt sich keine einfache Alternative finden. Dort treffen sich die wichtigen Verbindungen Hauptbahnhof-Landtag und Corneliusstraße-Innenstadt. Die Stadt kündigt großräumige Umleitungen an, die Rheinbahn muss wohl Busersatzverkehr einsetzen.

(arl)
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